"Unterhaltspreller"

Zweifacher Vater weigert sich, Unterhalt zu zahlen - und uns kommt das teuer zu stehen

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In 2,6 Millionen deutschen Haushalten leben Kinder mit nur einem Elternteil. In neun von zehn Fällen sind es alleinerziehende Mütter.

Detlef Bräunig will keinen Unterhalt für seine Kinder zahlen. Für viele ist damit klar: Er ist ein Drückeberger. Doch sein Beweggrund macht die Sache komplizierter.

2,6 Millionen Haushalte: Das ist die erschütternde Anzahl der deutschen Heime, in denen Kinder nur mit einem Elternteil aufwachsen. Meist handelt es sich dabei um alleinerziehende Mütter. Um sie zu unterstützen, sind viele Väter rechtlich gesehen dazu verpflichtet, Unterhalt zu zahlen. Doch manche weigern sich, dem nachzukommen.

"Unterhaltspreller"? Zweifacher Vater weigert sich in Frühstücksfernsehen, Unterhalt zu zahlen

Einer von ihnen ist Detlef Bräunig. Der Ingenieur und Vater von zwei Kindern hat seit zwölf Jahren nichts mehr an seine Exfreundin gezahlt. Damit ist er satte 300.000 Euro im Verzug. Das hat er nun im Sat.1-Frühstücksfernsehen zugegeben - und hat keinerlei Gewissensbisse. Bräunig bezeichnet sich sogar selbst als "Unterhaltspreller" und sieht nicht ein, warum er die Hälfte seines Lohns für Unterhalt abzwacken sollte. "Das macht einfach keinen Sinn", so der zweifache Vater. Doch warum tut er das seinen Kindern nur an?, werden sich manche fragen.

Bräunigs Hauptmotivation ist allerdings klar - er darf seine Kinder nicht sehen. "Weil ich meine Kinder nicht sehen darf, belohne ich das auch nicht mit Unterhalt", erklärt er lapidar. Seine Exfreundin sei mutwillig 300 Kilometer weit weggezogen, behauptet er weiter. Aber auf die Frage des Reporters, ob er versucht habe, das Besuchsrecht einzuklagen, antwortet er nur, dass er es noch nie probiert habe. Es hätte eh keinen Zweck, meint er. Fast wirkt es so, als würde er seine Exfreundin für ihr "Vergehen", ihn zu verlassen, bestrafen wollen. "Sie ist selber schuld, wenn sie denkt, sie könne alleine leben", meint Bräunig.

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So drückt sich Bräunig um Unterhaltszahlungen - und warum der Steuerzahler dafür aufkommen muss

Um den Rückzahlungen zu entgehen, wendet er perfide Tricks an: So soll sein neues Auto offiziell einem Freund gehören, seine Wohnung am Bodensee ist angeblich nur zur Untermiete. Der gelernte Ingenieur will auch kein Bankkonto besitzen und beziehe überdies eigenen Angaben zufolge monatlich nur 800 Euro Gehalt. Auf den Kosten, die er so verursacht, bleiben stattdessen die deutschen Steuerzahler sitzen.

Schließlich erhalten alleinerziehende Mütter, die von den Vätern keinen Unterhalt bekommen, Geld vom Amt. Letzteres streckt den Familien den Unterhalt vor. Laut Focus Online sollen deutsche Steuerzahler allein im Jahr 2018 mit 1,8 Milliarden Euro für versäumte Unterhaltszahlungen aufgekommen sein. "Ich schlaf wie ein Murmeltier", so Bräunigs abschließendes Fazit im Frühstücksfernsehen.

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jp

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