Wichtiges Datum

Achtung! Verpassen Sie bei der Steuererklärung jetzt nicht diese Frist

Wer nicht dazu verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, muss trotzdem eine Frist beachten – um diesen Stichtag geht es.

Wer als Arbeitnehmer keine Einkommensteuererklärung abgeben muss, kann das freiwillig tun – damit das Finanzamt zu viel gezahlte Steuern zurückerstattet. Das kann vier Jahre rückwirkend passieren. Betroffene dürfen dabei ein wichtiges Datum nicht verpassen: Der 31. Dezember ist ein wichtiger Stichtag. Für das Steuerjahr 2016 läuft die Frist also zum Jahresende 2020 endgültig ab, wie es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zum Thema heißt.

31. Dezember 2020: Frist für Steuererklärung 2016

Der 31. Dezember ist für viele Betroffene ein wichtiges Datum bei der Steuererklärung.

Was Spätentschlossene beachten sollten: Entscheidend sei, dass die Steuererklärung bis spätestens Mitternacht am 31. Dezember 2020 im Briefkasten des zuständigen Finanzamtes liege, erklärt Uwe Rauhöft vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine BVL laut dpa. „Einfacher lässt sich die Frist einhalten*, wenn eine Elster-Steuererklärung mit digitaler Signatur eingereicht wird.“

Wann sich eine freiwillige Einkommensteuererklärung lohnt? Dem Experten zufolge beispielsweise bei hohen Werbungskosten oder anderen steuermindernden Aufwendungen oder bei größeren Lohnschwankungen.

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31. Dezember 2020: Frist auch für Antrag auf Arbeitnehmersparzulage

Auch für andere Anträge ist der 31. Dezember eine wichtige Frist beim Finanzamt. So gilt das Jahresende als Frist für die Anträge auf eine Arbeitnehmersparzulage. In der Regel werde dieser Antrag ohnehin gemeinsam mit der Einkommensteuererklärung gestellt, heißt es in dem dpa-Bericht, er könne aber auch ohne Antrag auf Einkommensteuerveranlagung erfolgen. Für 2016 ende die Antragsfrist ebenfalls mit Ablauf des 31. Dezember 2020.

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Wohnungsbauprämie und Zulagen zu Riester-Verträgen können, wie es darin weiter heißt, stattdessen rückwirkend jeweils nur für zwei Jahre beantragt werden. Somit könnten bis Jahresende 2020 noch rückwirkende Anträge für 2018 erfolgen. Danach entfalle der Anspruch auf die Prämie oder Zulage. Tipp: Wohnungsbau-und Riester-Sparer sollten deshalb prüfen, ob sie so einen Antrag schon gestellt haben. Wichtig sei auch, Änderungen der persönlichen Verhältnisse wie bei der Anzahl der Kinder mitzuteilen.

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Bei Pflicht zur Steuerabgabe: Frist normalerweise bis 31. Juli des Folgejahres

Anders sieht es mit der Frist für die Steuererklärung bei jenen aus, die verpflichtet sind, sie abzugeben. Das müssen sie normalerweise bis zum 31. Juli des Folgejahres tun. Lassen sie sich vom Steuerberater oder dem Lohnsteuerhilfeverein helfen, verlängert sich diese Frist bis zum letzten Februartag des übernächsten Jahres. Das bedeutet zum Beispiel: Steuerberater müssten die Erklärungen für 2019 bis Ende Februar 2021 eingereicht haben. (ahu) *merkur.de ist Teil des Ippen-Zentral-Netzwerks.

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Hilfe bei der Steuer

Steuerpflichtig? Eine passende Steuersoftware (werblicher Link), bei der die einzelnen Schritte nachvollziehbar erklärt werden, kann eine gute Hilfe sein.

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Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

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Rubriklistenbild: © Oliver Berg

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