Übergewichtige stark gefährdet

Gewicht und Coronavirus: Wer so viel wiegt, riskiert schweren Covid-19-Verlauf

Starkes Übergewicht wird bei schwer kranken Covid-19-Patienten beobachtet.
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Starkes Übergewicht wird bei schwer kranken Covid-19-Patienten beobachtet.

Französische Forscher kommen in einer neuen Studie zu dem Ergebnis, dass das Risiko lebensbedrohlicher Coronavirus-Infektionen mit dem Gewicht steigt.

  • Je länger die Coronavirus-Pandemie anhält, desto mehr bringen Forscher über Risikogruppen* in Erfahrung. 
  • Nachgewiesenermaßen zählen Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma, Raucher und ältere Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Vorerkrankungen zur Risikogruppe, die häufiger von schweren Krankheitsverläufen betroffen sind.
  • Neue Studien weisen jetzt darauf hin, dass das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs auch mit dem Body-Mass-Index (BMI) steigt.  

Je stärker das Immunsystem eines Menschen, desto erfolgreicher bekämpft die körpereigene Abwehr in der Regel eine Coronavirus-Infektion. Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Asthma bedeuten für den Körper eine Vorbelastung, die den Körper schwächt* - und somit schwere Covid-19-Verläufe begünstigt. Aktuelle Veröffentlichungen lassen vermuten, dass sich auch ein hoher Body-Mass-Index negativ auswirkt. So kommen chinesische und französische Forscher in Studien zu dem Ergebnis, dass ein zu hoher BMI die Wahrscheinlichkeit für schwere Covid-19-Verläufe und sogar das Sterberisiko erhöht. 

Zusammenhang zwischen Coronavirus und Körpergewicht: Zu hoher BMI erhöht Risiko schwerer Verläufe

Französische Wissenschaftler hatten anhand der Daten von 124 Covid-19-Patienten analysiert, ob es einen Zusammenhang zwischen Übergewicht* und dem Krankheitsverlauf gibt. Und tatsächlich war der Anteil der Patienten, die mittels Intubation künstlich beatmet werden mussten, auffällig häufig stark übergewichtig. 85 Menschen waren es, die unter Narkose beatmet werden mussten - und 56 Prozent davon hatten einen BMI von über 30, weitere 35 Prozent waren extrem fettleibig mit einem BMI von über 35. "Die Notwendigkeit für eine Beatmung stieg graduell mit dem Body-Mass-Index an, bis sie bei Menschen mit einem BMI von mehr als 35 einen Anteil von 90 Prozent erreichte", so der Studienleiter Arthur Simonnet: "Damit demonstrieren unsere Daten einen deutlichen Zusammenhang von Adipositas und der Schwere von Covid-19", so der Forscher

Die Forscher schlussfolgern, dass Fettleibigkeit - also ein Body-Mass-Index von über 30 - das Risiko schwerer Coronavirus-Infektionen erhöht. Und sogar die Sterberate sei unter extrem übergewichtigen Menschen höher als bei Normal- oder leicht Übergewichtigen. Das schlussfolgern chinesische Forscher, die die Daten von 112 im Union Hospital in Wuhan behandelten Patienten analysiert haben. 

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Fettleibigkeit verringert Überlebenschance bei Coronavirus-Infektion

Ganze 88,2 Prozent der Patienten, die die Coronavirus-Infektion nicht überlebt hatten, waren demnach übergewichtig bis fettleibig. Bei den Überlebenden lag der Anteil der Übergewichtigen dagegen nur bei 18,9 Prozent, wie die Bild die Studie zitiert. "COVID-19 in Kombination mit CVD (zu deutsch: Herz-Kreislauf-Erkrankungen*) sind mit einem höheren Sterblichkeitsrisiko verbunden. (...) Ein höherer BMI wird häufiger bei kritischen Patienten und Nichtüberlebenden beobachtet", heißt es in der Studie unter der Leitung von YD Peng.

So wird der Body-Mass-Index berechnet

Ihren Body-Mass-Index errechnen Sie, indem Sie Ihr Körpergewicht in Kilogramm durch Ihre Körpergröße in Metern hoch zwei dividieren (teilen). Bei einem Gewicht von 60 Kilogramm und einer Körpergröße von 1,60 Meter würde das einen BMI von 23,4 ergeben. Ein BMI von 18 bis 25 steht für Normalgewicht, bei einem Wert über 25 sprechen Mediziner von Übergewicht und ein BMI von über 30 spricht für Fettleibigkeit (Adipositas). Warum körperliche Aktivität erst recht zum Essen verleitet*, berichtet 24vita.de*. *Merkur.de und 24vita.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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jg

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