Im Ruhestand Kontakte halten

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Allein im Alter: Vielen Rentnern fehlt das soziale Leben mit Kollegen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Viele fallen mit dem Ende des Berufslebens in ein Loch. Sie fühlen sich nicht mehr gebraucht. Was den frisch gebackenen Rentnern fehlt, sind nicht die Aktenordner, sondern die sozialen Kontakte. Daher keine Scheu vor gelegentlichen Besuchen.

Düsseldorf (dpa/tmn) - Der Ausstieg aus dem Berufsleben fällt vielen schwer. Wer nette Kollegen und seinen Job noch nicht satt hat, dem kann ein lockerer Kontakt zum Unternehmen helfen.

"Das können Stammtischrunden mit Kollegen oder gelegentliche Besuche in der Firma sein", sagt Henryk Lüderitz, Karriereberater in Düsseldorf. Dann ist der Übergang in die Rente weniger abrupt. Wer den Kontakt halten möchte, sollte das im Voraus planen und ansprechen. "Sonst geht es wie so oft: aus den Augen aus dem Sinn."

Auf den Ausstieg arbeiten viele eine längere Zeit hin - zum Beispiel, um den Nachfolger einzuarbeiten. Die Übergabe etwa von Projekten oder Aufgabenbereichen an jüngere Kollegen kann man nutzen, um seine Hilfe auch für die Zeit nach dem Abschied aus dem Berufsleben anzubieten, sagt Lüderitz. Oder man vereinbart mit dem Vorgesetzten Besuche im Unternehmen. Dabei ist wichtig, die Kollegen oder den Vorgesetzten zu fragen, ob ihnen das recht ist.

In der Regel profitieren beide Seiten, wenn der Kontakt bestehen bleibt. "Von den langjährigen Erfahrungen können die Jungen lernen", erklärt Lüderitz. "Und für einen selbst ist es ein tolles Gefühl, auch im Ruhestand noch eine Hilfe zu sein."

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