Dokument aufgetaucht

Tesla: Heftige Vertragsstrafen drohen – So sieht der Arbeitsvertrag in Grünheide aus

Teslas stehen vor einer Gigafactory. Der Arbeitsvertrag für Tesla-Mitarbeiter in Grünheide hat es in sich.
+
Der Arbeitsvertrag für Tesla-Mitarbeiter in Grünheide hat es in sich. (Symbolfoto)

Tesla macht ein großes Geheimnis um die Arbeitsbedingungen Gigafactory-Mitarbeiter in Grünheide. Jetzt kommen pikante Details zu den Arbeitsverträgen ans Licht.

Ein Job bei Tesla ist für deutsche Arbeitnehmer zum Greifen nahe, seit bekannt wurde, dass der E-Autobauer eine neue Gigafactory in Deutschland errichtet. Unter den ersten Bewerbern machte sich jedoch schnell Frust breit*, weil der Bewerbungsprozess für Elon Musks Werk nicht ganz so reibungslos verlief, wie manche erwartet hätten. Und auch die ersten Details aus den Arbeitsverträgen sprechen nicht gerade für ideale Arbeitsbedingungen.

Arbeitsvertrag bei Tesla: Autobauer verpflichtet Mitarbeiter zum Schweigen

Tesla scheint seinen Mitarbeitern in Grünheide einen ordentlichen „Knebel“ anzulegen, wenn es darum geht, welche Details über die Arbeit bei Tesla an die Öffentlichkeit gelangen dürfen. Wie das Online-Portal BusinessInsider berichtet, sollen Mitarbeitern harte Vertragsstrafen drohen, wenn sie über Tesla-Interna mit Dritten oder in der Öffentlichkeit sprechen. Selbst die einfachsten Fragen dürfen nicht beantwortet werden, etwa zum Arbeitsbeginn, ihrer genauen Abteilung oder der Dauer des Bewerbungsprozesses. Das belegen Arbeitsverträge von Tesla-Mitarbeitern aus Grünheide, welche dem BusinessInsider vorliegen. Solche Verträge seien zwar nicht illegal, jedoch in der Autobranche unüblich, berichtet das Portal.

Wer gegen die Abmachungen verstoße, dem drohe eine Vertragsstrafe von einem Bruttomonatsgehalt – und zwar pro Verstoß. Das kann ganz schön teuer werden.

Was außerdem über den Arbeitsvertrag bei Tesla bekannt ist:

  • Die Probezeit beträgt etwa 6 Monate.
  • Mitarbeiter können während der Probezeit innerhalb von zwei Wochen gekündigt werden.
  • Unvollständige Angaben im Personalfragebogen können zur sofortigen Beendigung des Arbeitsvertrages führen.

Lesen Sie auch: Tesla: Jobs in der neuen Gigafactory in Grünheide – für diese Stellen werden jetzt Mitarbeiter gesucht.

Im Video: Elon Musk will neuen Tesla Roadster zum Schweben bringen

Tesla verstößt gegen Urteil des Bundesarbeitsgerichts

Das pikante daran: Tesla verstößt in seinen Arbeitsverträgen gegen ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts. In dem Urteil heißt es: „Reisezeiten, die erforderlich waren, sind vom Arbeitgeber zu vergüten.“ In einer Klausel des Tesla Arbeitsvertrags heißt heißt es jedoch laut BusinessInsider: „Reisezeiten, die außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit anfallen, gelten nicht als Arbeitszeit und werden nicht gesondert vergütet“.

Lediglich eine zeitliche Kappung der Vergütung, etwa pauschal vier Stunden, wäre in Ordnung – so sei es auch bei den anderen Autobauern in Deutschland üblich. (as) *Merkur.de ist teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Mehr zum Thema: Bewerbung bei Tesla: Bei dieser kniffligen Frage gerät fast jeder Kandidat ins Schleudern.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Ranking: Diese acht Berufe machen depressiv

In vielen Berufen schlägt den Mitarbeitern der hohe Stresslevel aufs Gemüt. Unsere Fotostrecke zeigt, in welchen Jobs überdurchschnittlich viele Menschen aufgrund von Depressionen krank geschrieben werden (Quelle: TK Depressionsatlas).
Platz 8: Medizinisch-technische Berufe im Labor
Platz 7: Objekt-, Werte- und Personenschutz
Platz 6: Sozialarbeiter
Ranking: Diese acht Berufe machen depressiv

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare