Das ändert sich

Lockdown in Griechenland: Ausgangssperre macht Urlaub fast unmöglich – Was Reisende jetzt beachten müssen

Menschen baden am Strand in Griechenland
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Griechenland lockte Urlauber lange Zeit mit niedrigen Corona-Fallzahlen. (Symbolbild)

Die griechische Regierung kündigte aufgrund der massiv steigenden Corona-Neuinfektionen einen landesweiten Lockdown an. Was bedeutet das für Touristen?

  • Griechenland lockte Urlauber mit vergleichsweise niedrigen Corona-Fallzahlen.
  • Jetzt gab es jedoch einen massiv Anstieg – und die Regierung kündigte einen landesweiten Lockdown an.
  • Was bedeutet das für Touristen?

Ausgangssperren in Griechenland: Diese Bußgelder drohen

Update vom 9. November 2020: Seit Samstag, 7. November, gelten in Griechenland strenge Ausgangsbeschränkungen – nur noch für Einkäufe im Supermarkt, Arztbesuche oder Sport darf das Haus tagsüber verlassen werden. Und das auch nur, wenn man dies vorher anmeldet. Zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens herrscht zudem eine totale Ausgangssperre, von der nur Berufstätige oder Arztbesuche sowie Spaziergänge mit dem Hund ausgenommen sind. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern in Höhe von 300 Euro rechnen. Im März waren es noch 150 Euro.

Zudem müssen Touristen bei der Einreise mit dem Flugzeug ab sofort einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Flughäfen sind weitestgehend geöffnet, nur in der Hafenstadt Thessaloniki wurden Flüge von Privatpersonen aufgrund der hohen Corona-Fallzahlen gesperrt. Hier sind vorerst nur Transport- und Militärflüge erlaubt. Wer über den Landweg nach Griechenland kommen will, muss ebenfalls einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Lockdown in Griechenland: Ist Urlaub überhaupt noch möglich?

Update vom 6. November 2020: Lange Zeit hat sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Griechenland auf einem niedrigen Niveau gehalten, sodass Touristen hier noch bis in den Herbst hinein Urlaub machen konnten. Doch nun steigt auch hier die Anzahl der Corona-Neuinfektionen an. Am Mittwoch wurden 2.646 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet – der höchste Wert seit Beginn der Zählung. Die Region West-Makedonien wurde vom Auswärtigen Amt schon am 1. November als Risikogebiet eingestuft – und auch die Regierung Griechenlands reagiert nun.

Am Donnerstag verkündete Premierminister Kyriakos Mitsotakis in einer Pressekonferenz den landesweiten Lockdown. Dieser soll am Samstag, 7. November, in Kraft treten und zunächst bis Ende des Monats gelten. An folgende Maßnahmen müssen sich Einwohner und Touristen halten:

  • Es gilt eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr – ausgenommen sind Berufstätige, die eine Bestätigung des Arbeitgebers mit sich führen sowie Arztbesuche und Spaziergänge mit dem Hund
  • Das Haus darf tagsüber nur aus einem triftigen Grund, wie der Einkauf, ein Arztbesuch oder für Sport, verlassen werden. Dazu muss aber jedes Mal ein Formular ausgefüllt oder eine SMS an 13033 abgeschickt werden.
  • Ab dem 9. November müssen Touristen einen negativen PCR-Test vorlegen, der maximal 48 Stunden vor der Reise durchgeführt wurde.
  • Alle Läden und Einrichtungen außer Supermärkte, Apotheken und andere lebenswichtige Geschäfte bleiben geschlossen.
  • Es gilt eine landesweite Maskenpflicht.

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Griechenland-Lockdown: Kann ich meinen Urlaub antreten?

Derzeit befinden sich Zehntausende Touristen in Griechenland, die ebenfalls von den Ausgangssperren betroffen sind. Unklar ist aktuell aber, ob Urlauber abreisen müssen oder ihren Aufenthalt beenden können. Laut dem Online-Portal Reisereporter will sich die Regierung dazu nochmal am Freitag äußern. Die Hotels sollen aber Medienberichten zufolge – anders als im Frühjahr – geöffnet bleiben. Da für den Großteil des Landes keine Reisewarnung besteht, haben Reiseveranstalter ihr Programm erst vor Kurzem bis Ende November verlängert, wie das Handelsblatt berichtet.

Auch der internationale Flugverkehr soll nicht eingestellt werden. Ob sich eine Griechenland-Reise bei den aktuellen Maßnahmen noch lohnt, ist aber fragwürdig. Zumindest Reisen in die Region West-Makedonien könnten aufgrund der bestehenden Reisewarnung leichter zu stornieren sein. Es bleibt abzuwarten, wie das Auswärtige Amt auf den angekündigten Lockdown im ganzen Land reagiert.

Griechenland-Urlaub: Regierung verschärft Corona-Maßnahmen weiter

Update vom 20. August 2020: Nicht nur in Kroatien und Spanien, sondern auch in Griechenland steigen die Infektionszahlen mit dem Coronavirus wieder an. Während erstere beide Destinationen nun großflächig oder teilweise mit Reisewarnungen belegt wurden, ist bisher noch keine griechische Region als Risikogebiet eingestuft. Trotzdem ergreift die griechische Regierung verstärkt Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Schon vorige Woche kam es deshalb zu verschärften Regelungen - die nun weiter festgezurrt wurden.

Auf der Insel Mykonos und der Halbinsel Chalkidiki gilt deshalb von Freitag, 21. August, an eine Maskenpflicht, wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf den griechischen Zivilschutz schreibt. Vorerst bis Ende August muss der Mund-Nasen-Schutz im Innen- und Außenbereich getragen werden. Bis zum 31. August sind zudem Konzerte, Feiern, religiöse Zeremonien, Märkte und Zusammenkünfte von mehr als neun Personen sowohl auf Mykonos als auch auf Chalkidiki verboten. In Restaurants dürfen pro Tisch nur vier Personen Platz nehmen - bei Familienmitgliedern sind es sechs.

Die verschärften Maßnahmen wurden vorgenommen, nachdem ein Rekordwert von 269 Neuinfektionen registriert worden war. Zahlreiche Fälle wurden in den beiden Touristenregionen festgestellt.

Corona-Infektionen in Griechenland steigen an - Regierung verschärft Regeln

Ursprungsartikel vom 11. August 2020: Wer trotz Corona-Pandemie im Sommer 2020 noch einen Urlaub im sonnigen Süden machen wollte, ist nach Griechenland oder Kroatien gereist. Beide Länder wiesen vergleichsweise niedrige Infektionszahlen mit dem Coronavirus vor. Nun ändert sich aber die Lage: Nachdem bereits in Kroatien* die Corona-Zahlen angestiegen sind, ist dies nun auch in Griechenland der Fall. Die Regierung verschärft deshalb nun die Regeln.

Griechenland-Urlaub: Corona-Infektionszahlen steigen an einem Tag so stark wie noch nie zuvor

Nachdem ein Mitarbeiter der griechischen Regierung am Vortag 203 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt gegeben hatte, wurden die Corona-Maßnahmen im Land am 10. August verschärft. Bei den Neuinfektionen handelt es sich um die höchste tägliche Zahl seit dem Ausbruch der Pandemie im Februar. Seit Ende Juli steigen die Corona-Fallzahlen in Griechenland nun stetig an - ungefähr einen Monat nachdem die Einreise von Touristen zahlreicher Länder wieder erlaubt wurde. Insgesamt verzeichnet Griechenland damit 5.623 Erkrankungen laut dem European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) (Stand: 10. August).

Auch interessant: Sommer-Urlaub 2020: In diesen Reiseländern sind die Corona-Zahlen niedrig.

Regierung Griechenlands verschärft Corona-Maßnahmen

Die griechische Regierung reagiert auf die erhöhten Fallzahlen mit Verschärfungen: Nun müssen alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auch beliebte Touristengebiete wie Kreta, Santorin oder Mykonos, täglich spätestens um 24 Uhr schließen. Diese verschärfte Regelung gilt vorerst bis zum 23. August, wie eine Regierungssprecherin in Athen mitteilt. Eine traditionelle Messe von Thessaloniki, deren Partnerland dieses Jahr Deutschland gewesen wäre, wurde abgesagt. Sie sollte vom 5. bis 13. September stattfinden.

Weiterhin müssen alle Menschen, die über den Landweg einreisen, ab dem 17. August einen negativen Corona-Test vorweisen - dabei spielt es keine Rolle, aus welchem Land sie einreisen. Der vorgelegte Test darf dabei nicht älter als 72 Stunden sein. Trotzdem ist die Einreise aus EU-Staaten, unter anderem Deutschland, weiterhin erlaubt. Die bisherigen Regeln gelten aber weiterhin: Mindestens 24 Stunden vor der Einreise müssen sich Urlauber elektronisch anmelden und einen QR-Code vorweisen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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