Verabredung mit Freunden lockt Senioren eher vor die Tür

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Ein einsamer Spaziergang bei Regenwetter - das macht kaum jemandem Freude. Häufiger klappt der Gang vor die Tür mit einem Freund oder Verwandten. Foto: Alexander Körner

Köln (dpa/tmn) - An grauen, regnerischen Herbsttagen geht niemand gerne länger vor die Haustür. Leichter fällt es, wenn man sich nicht allein auf den Weg machen muss, sondern sich eine Begleitung sucht.

Senioren sollten sich zum Spazierengehen mit Freunden oder Verwandten verabreden. Dadurch motiviere man sich leichter, trotz des schlechten Wetters rauszugehen, erklärt Rupert Püllen, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG). Generell ist ein täglicher Spaziergang von etwa einer halben Stunde an mindestens fünf Tagen pro Woche ratsam.

Durch die Bewegung können Herzkrankheiten verhindert werden. Außerdem sollten Ältere genügend Sonne abbekommen, denn die UV-Strahlung kann einem Vitamin-D-Mangel vorbeugen. Vitamin D wirkt positiv auf den Knochenbau und das Muskelgewebe. Ein Mangel erhöht daher das Sturzrisiko. Senioren müssen zusätzlich auf richtiges Schuhwerk achten, da der Boden im Herbst durch feuchtes Laub rutschig sein kann. Püllen rät zu Schuhen mit breiter Sohle und ohne Absatz.

Er empfiehlt für den Herbst außerdem eine Grippeschutzimpfung: Die ist nicht nur wichtig für die Gesundheit, sondern nimmt auch die Angst vor der Infektionskrankheit. Wenn die Senioren doch einmal ein leichter Schnupfen erwischt hat, ist das allerdings kein Grund, nicht vor die Tür zu gehen. "Außer bei Fieber", warnt Püllen. "Dann sollte man sich natürlich drinnen schonen."

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