Im Herbst kommt der Frauenschuh ins Beet

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Frauenschuh hat eine außergewöhnliche Blütenform. Die Orchidee ist für Räume genauso geeignet wie für den Garten. Ab September kommt die Pflanze nach draußen. Foto: Peter Förster

Berlin (dpa/tmn) - Orchideen schmücken nicht nur die Fensterbank: Der Frauenschuh ist in Europa heimisch und wächst auch im Garten prächtig. Wer in der kommenden Saison seinen Garten mit den prachtvollen Blüten zieren möchte, sollte jetzt ans Pflanzen denken.

Die beste Pflanzzeit für den Frauenschuh (Cypripedium sp.) ist im September. Der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG) empfiehlt zu neuen Züchtungen wie 'Gisela', 'Sabine Pastell' oder 'Emil' zu greifen, da diese sehr viel pflegeleichter sind als ihre wilden Verwandten.

Wild wächst der Frauenschuh gern in schattigen Wäldern, weshalb er auch im Garten nicht in der prallen Sonne stehen sollte. Besonders gut passt er zu filigranen Gehölzen wie Zaubernuss oder Fächerahorn, Farne und Moose bilden einen wirkungsvollen Hintergrund für die zauberhaften Blüten.

Der Boden sollte locker, aber nicht zu trocken sein. Schwere Böden rät der BDG mit Blähton oder Lavalit aufzulockern, um die richtigen Bedingungen zu schaffen. Im Frühjahr sorgt etwas Mineraldünger für einen kräftigen Wuchs.

Übrigens: Der Frauenschuh steht unter strengstem Schutz und darf keinesfalls einfach aus dem Wald mitgenommen werden. Allerdings lohnt sich der Diebstahl ohnehin nicht: In der Regel überstehen die wilden Sorten einen Umzug in den Garten nicht.

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