Gradzahlen, Weichspüler & Co.

Das sollten Sie beim Waschen von Leinen unbedingt beachten

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Leinen ist als empfindliche Stoff bekannt - zurecht? Wir geben Ihnen Wasch-Tipps.

Leinen ist toll für sommerliche Kleidung, aber auch für bequeme Bettwäsche. Nur beim Waschen herrscht immer viel Unsicherheit. Damit wollen wir nun aufräumen.

Leinen ist auch als Flachsfaser bekannt, welche aus Flachs gewonnen wird. Das heißt, hierbei handelt es sich um eine Naturfaser, die deshalb sehr empfindlich ist. Allerdings weist das Gewebe auch einige Vorteile auf: Es ist sehr robust, antistatisch und so gut wie fusselfrei. Zudem ist es sehr kühlend, da die Stoffe extrem atmungsaktiv sind und Feuchtigkeit aufnehmen. Kein Wunder also, dass Leinen im Haushalt gerne gesehen ist - vor allem bei Allergikern.

Damit dem Leinenstoff bei der Wäsche nichts passiert, müssen Sie sehr vorsichtig vorgehen. Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen zu dem Thema.

Können Leinen in der Waschmaschine gewaschen werden?

Falls nicht anders auf dem Herstelleretikett vermerkt, kann auch empfindliches Leinengewebe in der Waschmaschine gewaschen werden. Allerdings herrscht bei diesem Thema immer viel Unsicherheit - schließlich soll der Stoff nicht versehentlich einlaufen. Deshalb erhalten Sie im Folgenden einige Antworten auf Ihre Fragen.

Leinen waschen: Bei wieviel Grad?

Anders als Sie vielleicht vermutet haben, verträgt Leinengewebe auch hohe Temperaturen bis zu 95 Grad - vorausgesetzt es ist ungefärbt. Diese Gradzahlen eignen sich am besten bei Bettwäsche, damit Keime, Bakterien und Milben keine Chance mehr haben. Ansonsten können Sie ungefärbtes Leinen auch einfach bei 60 Grad waschen. Ist der Stoff allerdings gefärbt, dann sollten Sie die Waschmaschine auf maximal 40 Grad einstellen, um die Farben vorm Verblassen zu schützen.

Lesen Sie hier: Handwäsche oder Waschmaschine? So wird Seide wieder sauber.

Welches Waschmittel eignet sich, um Leinen zu waschen?

Auch hier sollten Sie sich nach dem Färbegrad und den Temperaturen, bei denen Sie waschen wollen, orientieren. Leinen, die ungefärbt sind und bei hohen Temperaturen gewaschen werden, vertragen auch bleichhaltiges Vollwaschmittel sowie Universalwaschmittel. Gefärbtes Leinen wiederum braucht Color- oder Feinwaschmittel bei niedrigeren Gradzahlen.

Dürfen Leinen geschleudert werden?

Leinen liebt viel Feuchtigkeit: Deshalb sollten Sie das Gewebe in einen Schonwaschgang mit viel Wasser geben. Oder aber Sie reduzieren die Füllmenge der Waschmaschine, sodass Sie nicht mehr als bis zur Hälfte oder zu drei Viertel voll ist. Dann darf der Stoff auch bei bis zu 600 Umdrehungen in der Minute geschleudert werden.

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Muss ich Leinen vor dem Waschen einweichen?

Bei manchen Materialien oder Flecken wird empfohlen, die Wäsche vor dem Waschen einzuweichen, um Schmutz besser entfernen zu können. Bei Leinen können Sie das zwar auch machen, doch es ist in der Regel nicht nötig. Stattdessen können Sie das Gewebe gleich in die Maschine geben.

Warum laufen Leinen beim Waschen ein?

Leinen ist eine Faser, die gerne beim Waschen mal einläuft - sehr zum Ärgernis des Besitzers des Kleidungsstücks. Meistens lässt es sich nicht verhindern, dass das Material etwas eingeht. Teilweise ist davon die Rede, dass der Stoff bei der ersten Wäsche um bis zu fünf Prozent einlaufen können. Das sollten Sie beim Kauf eines Kleidungs- oder Wäschestücks mit ein beziehen. Aber Sie können es in Grenzen halten, indem Sie die Wäsche vor allem beim ersten Mal bei niedrigeren Temperaturen - etwa 30 Grad - waschen.

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So waschen Sie Leinen mit Essig

Essig kann beim Waschen von Leinen auf zwei verschiedene Arten zum Einsatz kommen. Zum einen lässt sich das Hausmittel beim Waschen von farbigen Material hinzugeben, um dieses vor dem Ausbleichen zu bewahren. Aber auch gegen Schweißflecken auf dem Stoff soll es helfen: Einfach mit Wasser mischen und damit die unschönen Verunreinigungen damit behandeln. Danach wird das Kleidungsstück ausgewaschen und ganz normal in die Maschine gegeben.

Leinen waschen: Darum darf kein Weichspüler hinzugefügt werden

Auf die Hinzugabe eines Weichspülers sollten Sie bei Leinengewebe verzichten. Weichspüler ist für empfindliche Stoffe selten geeignet und schadet meist der Optik des Stoffes.

Nach dem Waschen: Kann ich Leinen bügeln?

Leinen sollten Sie definitiv nach dem Waschen bügeln - schließlich handelt es sich hierbei um einen Stoff, der sich mit Freuden knittert. Um das Material auch richtig glatt zu bekommen, sollte es beim Bügeln noch etwas feucht sein. Ist es bereits trocken, lässt es sich nämlich nicht mehr so gut in Form bringen. Sind Stickereien oder Aufdrucke auf dem Kleidungsstück verarbeitet, wird dieses zudem auf links gedreht.

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fk

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