Einbruchsmasche

Schaumstoff vor der Wohnungstür? Wenn Sie das entdecken, sollten Sie die Polizei rufen

Bewohner eines Einfamilienhauses entdeckten solch ein Schaumstoffteil vor der Wohnungstür - die Polizei hat unheimliche Vermutung.
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Bewohner eines Einfamilienhauses entdeckten solch ein Schaumstoffteil vor der Wohnungstür - die Polizei hat unheimliche Vermutung.

Die Polizei warnt vor einer vermeintlichen Einbruchsmasche, mit der Langfinger versuchen, leerstehende Wohnungen auszumachen. Auf ein Detail sollten Sie achten.

Sie öffnen die Tür und ein Schaumstoffteil fällt zu Boden? Dann sollten Sie die Polizei rufen. In Mainz wurde im Jahr 2018 die Haustür eines Einfamilienhauses auf diese Weise präpariert. Zuvor war den Bewohnern ein unbekannter Mann aufgefallen, der sich zur Mittagszeit an der Haustür* aufgehalten, aber nicht geklingelt hatte.

Fiese Einbruchsmasche? Das steckt dahinter

Hinter dem Schaumstoffteil steckt eine ausgeklügelte Masche von Einbrechern, wie die Polizei Mainz erklärt. Der Schaumstoff wird zwischen die Tür gesteckt, um herauszufinden, ob die Wohnung in letzter Zeit betreten wurde – liegt er nämlich am Boden, weiß der Einbrecher, dass die Tür geöffnet wurde und jemand zu Hause ist. Steckt der Schaumstoff jedoch für längere Zeit drin, könnte der Bewohner im Urlaub sein. Die perfekte Gelegenheit also für Einbrecher, um zuzuschlagen.

Auch das Polizeipräsidium Rheinlandpfalz warnte Bürger schon vor einiger Zeit in einer Mitteilung vor dieser Masche, die ebenso mit einem Plastikstreifen funktioniert: Die Einbrecher biegen ihn in eine U-Form und klemmen ihn zwischen Haustür und Rahmen oder fixieren ihn an Garagentoren und Terrassentüren. Der Plastikstreifen ist in der Regel durchsichtig und maximal vier Zentimeter lang. „Mit diesem Trick soll festgestellt werden, welche Häuser jetzt in der Urlaubszeit leer stehen“, heißt es.

Die Polizei Mainz rät dazu solche Präparierungsgegenstände spurenschonend zur Seite zu legen und die Beamten zu verständigen. Wenden Sie sich dazu an die nächste Polizeidienststelle – auch verdächtige Personen in der Nachbarschaft sollten Sie melden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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