21-jährige Laura Rock

Dritter Platz bei Hessischen Meisterschaften der Floristen

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Die Babenhäuserin Laura Rock erreichte beim Landeswettbewerb der Floristinnen den dritten Platz. Mit ihren Gestecken auf einem alten Bett und einem alten Stuhl erzielte die 21-Jährige sogar die zweithöchsten Bewertungen.

Babenhausen - Bei der Hessischen Meisterschaft der Floristen ist auch eine junge Babenhäuserin angetreten, um ihre Kreativität unter Beweis zu stellen. Laura Rock kam mit ihren blühenden Werken auf den dritten Platz. Von Petra Grimm 

Fünf Floristinnen aus ganz Hessen stellten sich den vier Aufgaben bei der Landesmeisterschaft im Ambiente des bekannten und von tausenden Blumenliebhabern besuchten Fürstlichen Gartenfestes auf Schloss Fasanerie in Eichenzell. Ideenreichtum und ein geschicktes Händchen waren gefragt bei dem zweitägigen Wettbewerb, der alljährlich vom Fachverband Deutscher Floristen in allen Bundesländern ausgeschrieben wird. Außerdem war eine gute Logistik hilfreich. Denn das komplette Material, das die Teilnehmerinnen für ihre Kreationen benötigten, mussten sie selbst mitbringen. „Wir sind mit vier Autos hingefahren“, erzählt Laura Rock, dankbar für die Hilfe ihrer Familie, vor allem für die tatkräftige Unterstützung ihres Vaters Armin Rock.

Die Themen des Wettbewerbs sind durch die Ausschreibung im Vorfeld bekannt. Viele Stunden Freizeit hat die junge Floristin in die Vorbereitung investiert, einzelne Handgriffe geübt, Ideen entwickelt und ausprobiert. Dem praktischen Training sind allerdings wegen der hohen Materialkosten enge Grenzen gesetzt. „Man kann die kompletten Wettbewerbsarbeiten vorher nicht wirklich üben. Dazu sind die Pflanzen einfach zu teuer“, sagt die 21-jährige Babenhäuserin.

Los ging es beim Wettbewerb ganz klassisch mit einem Strauß, der zum Ambiente des fürstlichen Gartenfestes passen sollte. Dafür war eine Stunde Arbeitszeit erlaubt. Laura band einen Strauß mit Pfingstrosen, Löwenmäulchen, Wickenranken, Phlox, Schafgarbe und Freilandrosen, der frei in einer Schale stehend eine besondere Wirkung entfaltete. Als zweite Herausforderung galt es, Brautschmuck für eine asiatische Braut zu gestalten. Unter dem Titel „florale Kostbarkeiten“ erschufen die Teilnehmerinnen Schmuckstücke der besonderen, nämlich blühenden Art. Laura kreierte für die Braut eine Tasche aus Draht, die mit Orchideenblüten und Kalanchoe gefüllt war.

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Pfiffige Ideen waren auch bei der dritten Aufgabe gefragt: Eine mindestens zwei Meter hohe, vertikale Pflanzung zum Thema „Upcycling“ sollte entstehen, also mit wiederverwendetem Material, das dadurch eine Aufwertung („up“) erfährt. Dafür hatte die Babenhäuser Floristin alte Saatkisten aus Holz mitgebracht, aus denen sie einen verwinkelten Turm baute, in dem – wie in einem Regal oder Setzkasten – verschiedene Kräuter Platz fanden. Als Pflanzkisten benutzte sie gebrauchte Tetrapaks.

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Ein „florales Gartenzimmer“ beschäftigte die Teilnehmerinnen am zweiten Wettbewerbstag. Bei dieser aufwändigen, dreistündigen Objektarbeit mit Tisch, Bett oder Stuhl (zwei der drei Objekte mussten ausgewählt werden) erschufen die Floristinnen wahre Kunstwerke. Laura erhielt für ihr blühendes Bett und den Stuhl von der Jury die zweitbeste Bewertung.

Für die zierliche, junge Frau, die bis Januar 2016 ihre Lehre bei „fleur in“ in Darmstadt absolviert hat und jetzt im „Gänseblümchen“ in Darmstadt-Eberstadt arbeitet, ist die kreative Arbeit mit den natürlichen Materialien ein absoluter Traumberuf. Die Begeisterung für dieses künstlerische Handwerk und Können gehen bei ihr Hand in Hand. Denn der dritte Platz bei der Landesmeisterschaft ist nicht ihr erster Erfolg bei einem Wettbewerb. Im Herbst 2015 erreichte sie beim Azubi-Wettbwerb „Junge Blüten Darmstadts“ den ersten Platz.

Quelle: op-online.de

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