A-cappella-Quintett ChorColores

Nach Gesang fürs Handy ins Studio

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Da bleiben sich ChorColores auch im fünften Jahr ihres Bestehens treu: Geprobt wird bei Kathrin Falsett im Wohnzimmer. Von links nach rechts: Marion Sandrock, Sandra Salac, Monika Diebold, Kathrin Falsett und Annette Roth.

Babenhausen - Zum fünften Mal veranstaltet die Stadt Babenhausen im Spätherbst die immer beliebter werdenden Kunst- und Kulturtage. Am 8. und 9. November steigt das Kulturereignis. Von Jens Dörr

Die mittlerweile kaum noch aus dem Eventkalender wegzudenkende Schau für alle Sinne ging von einem runden Tisch lokaler Künstler aus. Doch wer sind die Menschen, die in Babenhausen anregen, aufregen und unterhalten wollen? Wir stellen einige von ihnen bis zu den Kunst- und Kulturtagen in loser Folge vor.

„Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ - den bekannten Filmhit von Bill Ramsey aus dem Jahr 1962 hätten Kathrin Falsett, Annette Roth, Monika Diebold, Marion Sandrock und Sandra Salac durchaus gern im Repertoire. „Stücke wie dieses als vernünftige Chorliteratur für fünf Frauenstimmen zu finden, ist schwierig“, sagt Falsett. „Entweder es gibt sie schlicht nicht, oder sie ist zu teuer.“ Dieses Hemmnis hält die fünf Babenhäuserinnen allerdings nicht von ihrer Kunst ab: Als A-cappella-Quintett ChorColores fanden sie vor fünf Jahren zusammen und entwickelten sich bis heute weiter. Bei den „Kunst- und Kulturtagen“ haben die stimmgewaltigen Frauen einen ihrer nächsten Auftritte.

„In gewissen Kreisen haben wir schon unsere Fans“, freut sich Sandrock, dass die Musikfreunde besonders in Babenhausen selbst mehr und mehr Gefallen an den Auftritten von ChorColores finden. Eine Gruppe, deren Name in der Bundesrepublik zwar nicht einzigartig daherkommt - auch nicht in der Spezialschreibweise mit großem „c“ in der Mitte -, die aber dennoch unverwechselbar ist. Und ein wenig muss man im Südhessischen ganz generell schon suchen, ehe man die Zusammensetzung dreier Sopran- und zweier Altstimmen in Verbindung mit der musikalischen Linie von Songs der 60er und 70er bis hin zu moderner Literatur findet.

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So haben ChorColores Stücke von den Beatles ebenso in petto wie „California Dreaming“ von The Mamas and the Papas - und in der Weihnachtszeit gern auch mal „Alle Jahre wieder“. Das Stück „Maria durch ein Dornwald ging“ kann man sich als Kostprobe auf der Website (www.chorcolores-singt.de) anhören.

„Am Anfang haben wir ein Handy aufgestellt, um uns aufzunehmen und mal selbst zu hören“, erzählt Sandrock. Dass ChorColores in diesem Jahr drei Stücke erstmals in einem Tonstudio in Dieburg aufnahmen, zeugt vom Fortgang ihres künstlerischen Tuns. Neben den wöchentlichen Proben - bei Falsett im Wohnzimmer, da bleibt sich das Quintett treu - ist jährlich ein Proben-Wochenende im Herbst inzwischen schon fixer Termin. „Da kommen wir so weit wie sonst manchmal in acht oder zehn Wochen“, findet Roth.

Kennengelernt haben sich die fünf Hobbysängerinnen im Frauenchor in Babenhausen, fanden sich im Frühjahr des Jahres 2009 für einen Auftritt am 50. Geburtstag einer Chorkollegin zusammen. Mit ihrem fünfjährigen Bestehen feiern ChorColores in diesem Jahr ein kleines Jubiläum - wie die Babenhäuser „Kunst- und Kulturtage“ im Übrigen auch.

Quelle: op-online.de

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