Wieder Gelder da für Ausflüge

Bürgermeister eröffnet Ferienspiele: Abenteuer mit Lanzelot und Lillifee

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Bürgermeister Achim Knoke (rechts) bgrüßte die Kinder zur Eröffnung der Ferienspiele.

Bogenschießen, Tennis, Handball, Turnen, Angelsport, Walderkundungen, Geschichte erleben, ein Ausflug zum Felsenmeer, dazu Basteln und Spielen satt – das alles gehört zu den städtischen Ferienspielen in den nächsten zwei Wochen

Babenhausen –Am Montagmorgen wurde das diesjährige Angebot der Stadt von Bürgermeister Achim Knoke und Lara Kresz, stellvertretende Leiterin der Kinder- und Jugendförderung, mit einem Countdown eröffnet. Das Motto lautet „Robin Hood, Lanzelot und Prinzessin Lillifee“. Es kommt beim Ferienspiele-Fest am vorletzten Tag groß zur Geltung.

„Angemeldet wurden 140 Kinder bis 13 Jahre. 21 davon sind noch nicht in der Schule. Sie bilden die beiden Zwergenteams“, erläutert Kresz. Neun Kinder nutzen die Frühbetreuung ab 7.30 Uhr. Die Teamer bestehen aus 17 Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Der Großteil ist neu und war bisher noch nicht dabei. Alle mussten sich einem Auswahlverfahren unterziehen. Im Anschluss folgte eine Schulung in Ersthilfemaßnahmen, Hygiene und zur Haftungs- und Aufsichtspflicht. Wie bereits usus, bildet die Mehrzweckhalle in Harreshausen und das angrenzende Sportgelände den Stützpunkt. Von den Stadtteilen und der Kernstadt werden Busse zum Bringen und Holen der Kinder eingesetzt. Ein Catering-Service übernimmt das Mittagessen in der regulären Betreuungszeit von 9.30 bis 16.30 Uhr.

In früheren Jahren belief sich die Teilnehmerzahl der Ferienspiele bereits auf 243. Heute sind es rund 100 weniger. Gründe sieht Stadtjugendpfleger Michael Spiehl in der Erhöhung der Kostenbeiträge, die erfolgte, als der städtische Haushalt vor geraumer Zeit eine Ausgabensperre erfuhr. Auch die einst nicht übliche Ferienbetreuung an Schulen, wie etwa vom Verein „Rasselbande“ in Langstadt, und das geänderte Freizeitverhalten spielen für ihn eine Rolle. An Computern und Spielekonsolen wird bekanntlich immer mehr Zeit verbracht. „Eine sinnvolle Feriengestaltung sieht allerdings anders aus“, macht der Stadtjugendpfleger klar. So sei es für die Entwicklung der Kinder nicht egal, wenn sie den Großteil der Ferien an der Playstation sitzen. Dem stehen laut Spiehl die Spiele mit vernünftigen Angeboten inklusive einem geschulten Betreuerstab gegenüber.

Sind alle da? Jeden Morgen wird die Anwesenheit der Kinder vom Ferienspiel-Team genau geprüft.

Positives gibt es auch zu den Ausflügen zu vermelden: Fielen diese zwei Jahre lang aus Kostengründen weg, sind sie nun wieder im Programm. So geht es an einem Tag ans Felsenmeer und an einem anderen ins Babenhäuser Freibad. Letzteres zählt ebenfalls als Ausflug. Mittlerweile werden auch öffentliche Fördergelder für die Ferienspiele, wie etwa vom Landkreis, genutzt. Einer der Fördertöpfe ist mit „Bildung und Teilhabe“ umschrieben. „Dazu müssen allerdings eine Reihe von Anträgen geschrieben werden“, weiß Kresz.

Insgesamt beteiligen sich sieben Babenhäuser Vereine und das Dieburger Forstamt. Ihre Angebote stehen an drei statt bisher fünf Tagen im Mittelpunkt. Die zwei freigewordenen Tage werden als Neuerung mit zahlreichen Workshops für Spiel- und Bastelspaß gefüllt. In die können sich die Kinder einwählen. Damit soll gezielter auf Wünsche eingegangen und auch die Selbstbestimmung gefördert werden. „Oft besteht der Wunsch, mal etwas mit einer Freundin oder einem Freund zu machen, der aber in einer anderen Gruppe ist“, erläutert die stellvertretende Jufö-Leiterin.

Eltern schätzen den Beginn der Ferienspiele. „Bei 30 Tagen Urlaub im Jahr wäre eine Betreuung für Berufstätige sonst kaum zu bewerkstelligen“, sagt eine Mutter. Mit dem Angebot an der Schule in den ersten zwei Ferienwochen und den Spielen in den letzten beiden komme man ganz gut hin. „Der verbleibende Zeitraum wird dann irgendwie noch gefüllt“, meint sie.

VON MICHAEL JUST

Quelle: op-online.de

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