„Vorratsfläche“ soll zum Schulgarten werden

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Der Abriss des Altbaus der Joachim-Schumann-Schule hinterließ eine große, freie Fläche.

Babenhausen - Tausende von Schülern besuchten sie über Jahrzehnte, jetzt ist vom alten Schulgebäude der Joachim-Schumann-Schule nichts mehr zu sehen. Die Abrissarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Von Michael Just

Nur noch eine große, freie Fläche ist an der Stelle übrig, wo einst fürs Leben und für gute Noten gepaukt wurde. Seit Jahresbeginn lernen die Schüler im Neubau der Schule, der direkt daneben errichtet wurde und nicht nur bei den Tafeln auf dem neuesten und modernsten Stand ist. „Die Abbrucharbeiten haben im Juni begonnen“, erzählt Schulleiter Rainer Becker. Die Vorlaufarbeiten für den Einsatz von schwerem Gerät seien aber schon vorher losgegangen. „Seit den Osterferien wurde entkernt und die Wertstoffe entnommen“, ergänzt Becker. Wertstoffe fielen auch noch beim Abbruch selbst an, etwa die eisenhaltigen Verstrebungen. Selbst das Mauerwerk und damit die alten Bausteine hatten noch einen Wert und wurden recycelt: Ein Steinbrecher zerkleinerte sie an Ort und Stelle.

Lange wird die entstandene Großfläche nicht frei bleiben. Ein Teil wird Schulhof, zur Straße hin entstehen Parkplätze, und der Abschnitt dazwischen wird zur „Vorratsfläche“. Der Begriff bedeutet, dass der Raum freigehalten wird. Beim Schulträger laufen Überlegungen, dass dort eventuell der Neubau des Bachgau-Gymnasiums entsteht. Denn das Oberstufengymnasium auf der anderen Seite der Bouxwiller Straße ist ebenfalls in die Jahre gekommen und wirft die Frage nach Sanierung oder Neubau auf.

Nachdem die Errichtung einer komplett neuen Joachim-Schumann-Schule mit rund 25 Millionen Euro einer der teuersten Schulneubauten im Kreis in den letzten Jahren war und der Schulträger damit Babenhausens Bedeutung im Ostkreis deutlich unterstrich, werden sich die Oberstufenschüler und Lehrer des Bachgau-Gymnasiums aller Voraussicht nach noch ein paar Monate – oder Jahre – mit ihrer alten Schule begnügen müssen.

Fest der Joachim-Schumann-Schule

Fest der Joachim-Schumann-Schule

Die „Vorratsfläche“ wird aber nicht ungenutzt bleiben. „Wir planen einen Schulgarten an dieser Stelle“, informiert Rainer Becker und gibt sich zuversichtlich, dass den Biologie-Schülern seiner Schule in puncto Nutzung und Bepflanzung bestimmt etwas einfällt. Wenige Meter weiter planieren Bagger und Radlader schon eine ebene Fläche. Zum Schulbeginn nächste Woche entstehen hier die ersten provisorischen Parkplätze. „Die werden dringend benötigt, auch von der Eduard-Flanagan-Schule“, weiß Becker. Bis zu den Herbstferien sollen sie ganz fertig sein.

Quelle: op-online.de

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