Abrücken von der Stadtmauer

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Ein neues Äußeres erhält die Sparkassen-Filiale in Babenhausen, wie die Darstellung des Architekturbüros H2S aus Darmstadt zeigt.H2S

Babenhausen ‐ Ein völlig neues Äußeres gönnt die Sparkasse Dieburg ihrer Filiale in Babenhausen. Moderne Architektur mit viel Glas ersetzt das altbacken wirkende Gebäude mit der Fliesenstruktur. Von Ulrike Bernauer

Wir wollen das mittlerweile in die Jahre gekommene Sparkassengebäude in ein modernes Finanzcenter umgestalten“, sagte Manfred Neßler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dieburg bei einer Pressekonferenz. Die Modernisierung, die einem Neubau gleichkommt, lässt sich die Sparkasse 2,5 Millionen Euro kosten. Damit bringe man die Filiale in Babenhausen ab dem 7. Februar als letzte der größeren Geschäftsstellen (Reinheim, Groß-Zimmern und Dieburg wurden bereits in den vergangenen Jahren modernisiert) auf den neuesten Stand der Technik. Die Filiale Babenhausen wurde in Form eines Oktagons im Jahr 1978 direkt an der Stadtmauer errichtet und 1995 erweitert.

Von der Stadtmauer soll die Sparkasse nun wieder ein wenig abrücken, der SB-Bereich, der direkt an das historische Bauwerk anschließt, soll wieder in den Hauptbaukörper integriert werden.

Filiale ist wärmegedämmt

Wie in den anderen Filialen wird der SB-Bereich der Beratungsstelle vorgelagert, nachts teilt eine Trennwand die beiden Areale voneinander ab. An die Selbstbedienungsterminals wird sich ein Kurzberatungsbereich anschließen, die Zahl der Beratungszimmer im hinteren Sektor des neu aufgeteilten Gebäudes wird sich erhöhen.

Im Zuge der Bauarbeiten wird das Gebäude samt Dach eine Wärmedämmung erhalten. Größere Glasflächen sollen die Kunden zum Betreten des Gebäudes einladen.

Bauarbeiten sollen im Oktober beendet sein

Während der Bauarbeiten, die voraussichtlich im Oktober abgeschlossen werden sollen, wird für die Kunden ein Ausweichquartier in der Fahrstraße 26 bereitstehen. Die Sparkasse Dieburg konnte in ihrem gesamten Geschäftsbereich ihren Erfolgskurs auch im Jahr 2010 fortsetzen. Das Jahresergebnis nach Steuern - das ist der Reingewinn - liegt wie im Rekordjahr 2009 bei sieben Millionen Euro.

Die nüchternen Zahlen sprechen von einer Bilanzsumme von 2,2 Milliarden Euro. Der Einlagenbestand hat sich mit einem leichten Zuwachs bei 1,68 Milliarden Euro auf hohem Niveau stabilisiert. Ein Zuwachs von 2,8 Prozent im Darlehensbereich geht hauptsächlich auf das Konto der privaten Häuslebauer, hier stieg das Bewilligungsvolumen um 20,5 Prozent. Auch die Entwicklung der Privatgirokonten gestaltete sich für das Geldinstitut erfreulich, 15.000 neue Girokonten wurden in den vergangenen drei Jahren eröffnet. Das Betriebsergebnis von 30,7 Millionen Euro wurde hauptsächlich durch den Zinsüberschuss erwirtschaftet.

Der Bilanzgewinn von sieben Millionen wird zur Erhöhung der Reserven verwendet und zur Eigenkapitalstärkung. Zwei Millionen werden an die Träger, also die Kommunen des Altkreises Dieburg, ausgeschüttet. Vom wirtschaftlichen Erfolg des Geldinstituts profitiert auch die Region. An Spenden und Sponsoringleistungen fließen 500.000 Euro an Vereine und gesellschaftliche Gruppierungen.

Quelle: op-online.de

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