Abschied vom beliebten Pfarrer

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Pfarrer Frank Couard wechselt zum Sommer in den Taunus.

Langstadt (vs) - Damit hat keiner der Christen in Schlierbach und Langstadt gerechnet: Nach nicht einmal drei Jahren und neun Monaten ist Schluss für Frank Couard.

Der Pfarrer verlässt die beiden evangelischen Kirchengemeinden „mit einem schwerem Herzen“, wie er nun bei seiner Verabschiedung in der vollbesetzten Schlierbacher Kirche bekannte. Auch seine Vorgängerin, Pfarrerin Sylvia Richter, war nach etwas mehr als vier Jahren in eine andere Pfarrstelle gewechselt. Mit seiner Frau wird er im Sommer in den Vordertaunus nach Seulberg bei Friedrichsdorf ziehen. Seine neue Pfarrstelle hat er bereits zum 1. April angetreten. Der Wegzug, so versicherte Couard, habe nichts mit den beiden Kirchengemeinden zu tun, sondern sei aus sehr persönlichen Gründen erfolgt. In seiner Schlusspredigt dankte er den beiden Kirchengemeinden für die gute Zusammenarbeit sowie die Herzlichkeit, mit der er und seine Frau im Juni 2007 aufgenommen worden seien. Umso schwerer falle ihm jetzt der Abschied.

„Auch Pfarrer sind nur vorrübergehende Erscheinungen“

„Ich werde lieber eingeführt als verabschiedet. Doch auch Pfarrer sind nur vorrübergehende Erscheinungen“, so Couard weiter. Gleichzeitig ermutigte er besonders die Schlierbacher Christen, in Anspielung auf die Seligpreisungen Jesu, nicht „ihr Licht unter den Scheffel zu stellen.“ Es gibt Befürchtungen einiger Gemeindemitglieder, so Couard, nun von der größeren Schaafheimer Kirche geschluckt zu werden. „Vor einer Vereinigung müsst ihr keine Angst haben. Denn wenn ihr als Kirchenvorstand und Gemeinde zusammenhaltet, werdet ihr mitnichten das fünfte Rad am Wagen werden und selbstständig bleiben.“

Dekan Joachim Meyer verabschiedete Frank Couard offiziell im Namen des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald aus dem Dienst. Meyer bedauerte den Fortgang des Pfarrers sehr, den er auch persönlich schätze. Immerhin aber bleibe der Pfarrer, so Meyer, den beiden Kirchengemeinden und dem Dekanat noch einige Wochen erhalten, da er die Konfirmanden bis zum Ende betreuen werde.

Musikalisch umrahmt wurde der Abschiedsgottesdienst von den Sängern des Liederkranzes Schlierbach und dem Organisten Rudi Pevny. Im Anschluss gab es bei schönstem Sonnenschein einen Empfang im Gemeindehaus, wo sich viele von ihrem beliebten und volkstümlichen Pfarrer verabschiedeten.

Quelle: op-online.de

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