Abschied vom „Hanauer Tor“

+
Jochen Herbert hat sich aus dem Hanauer Tor in der Bummelgass´ zurückgezogen.

Babenhausen - Mitte Juni dieses Jahres begann für das „Hanauer Tor“ ein neues Kapitel: Die in der Babenhäuser Fahrstraße angesiedelte Traditionsgaststätte, deren gastronomische Historie bis in 15. Jahrhundert zurückreicht, erlebte damals eine Neueröffnung. Von Jens Dörr

Die Brüder Scinardo, beraten vom amtierenden Babenhäuser Fastnachtsprinzen und Medienmenschen Jochen Herbert, übernahmen von Gastwirt Roland Pöschl. Herbert hat seinen Beitrag zum Fortbestehen des „Hanauer Tors“ nun abgeschlossen.

Für ihn sei das „Hanauer Tor“ die „Lieblingskneipe“ gewesen, so Jochen Herbert. Deshalb habe er sich eingebracht, als Pöschls Aufhören bekannt wurde. Pöschl, der nach 16 Jahren in dieser Gaststätte auch mal wieder andere Arbeitszeiten mit freien Abenden wollte, arbeitet nun in der Verwaltung von Michelsbräu. Die Brauerei ist zugleich Eigentümerin des Gebäudes, in dem das „Hanauer Tor“ ansässig ist.

Herbert betonte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Es war von Anfang an so besprochen, dass ich mich zu Beginn um die Organisation und die PR kümmere und als Berater zur Seite stehe.“ Klar sei ebenfalls gewesen, dass die eigentliche gastronomische Arbeit bei den Brüdern Scinardo verbleibe. „Das ist auch eine Zeitfrage, ich habe ja auch noch anderes zu tun“, so Herbert, RTL- und HR-Reporter und zurzeit (und das bereits seit elf Jahren) unter anderem Geschäftsführer einer Videoproduktions-Firma.

Jochen Herbert hat sich aus dem Hanauer Tor in der Bummelgass´ zurückgezogen.

Insofern habe sein Abschied vom „Hanauer Tor“ nichts mit einem Zerwürfnis mit den Scinardo-Brüdern, Lustlosigkeit oder einem schlechten Geschäftsverlauf zu tun, stellte Herbert klar. Er verdeutlichte aber auch, dass das Ende seiner Beratung rund um die Gaststätte „früher als geplant“ gekommen sei. Das habe aber auch damit zu tun, dass bislang „alles gut gelaufen“ sei und sich die Gastronomen-Brüder das Herbert-Honorar nun erst einmal sparen könnten. „Wenn ich da bin, kostet sie das ja Geld“, macht Herbert keinen Hehl daraus, dass er für seine Dienstleistungen rund um die Gaststätte auch Euros erhalten habe.

Die bisher zwei Monate seit der Eröffnung fasst Herbert wie folgt zusammen: „Es hat das übertroffen, was ich erwartet habe. Die PR-Maßnahmen am Anfang haben viele Leute erreicht.“ Neben der Presse hatte Herbert auch das Fernsehen eingeschaltet, um etwa die Fleischwurst im Koffer zu promoten. Zu Gast war Herbert beispielsweise auch bei „Gottschalk Live“.

Den „Hanauer Hof“ zeichnet der Mix aus traditionellen hessischen Gerichten in Kombination mit hierzulande eher neumodischeren Speisen und Getränken aus. Dafür steht exemplarisch der „Hessen-Tequila“ – Calvados mit Fleischwursthäppchen.

Gerade der sei bisher der Knaller gewesen, neben dem Apfelweinbrot etwa. Das Konzept werde beibehalten, auch wenn von den Einheimischen durchaus auch mal der ein oder andere über das Angebot „gemosert“ habe. Jochen Herbert: „Babenhausen hat da ein eigenes Flair. Die Auswärtigen finden das viel eher alles klasse.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare