Aderlass für die SPD, aber auch CDU verliert leicht

Babenhausen - Zwar schneidet die SPD in Babenhausen etwas besser ab als im Bund, der Aderlass ist aber auch hier gewaltig: Auf gerademal 24,7 Prozent kommen die Sozialdemokraten bei den Zweitstimmen und haben damit ein Minus von 9,4 Prozentpunkten gegenüber dem Urnengang von vor vier Jahren zu beklagen. Von Stefan Scharkopf

Die CDU ist nunmehr mit 32,2 Prozent die stärkste Kraft, musste aber mit 1,2 Prozent Minus leicht Federn lassen.  Unschwer zu erkennen, wer die Wahlgewinner auch in Babenhausen sind. Die Liberalen verbessern ihr Ergebnis um 5,7 auf jetzt 18,2 Prozent. Die Grünen verlieren leicht um 0,4 Prozent und landen nunmehr bei 9,5 Prozent. Ihnen dicht auf den Fersen sind die Linken, die um 3,4 Prozent auf 8,6 zulegen konnten. Die Wahlbeteiligung liegt bei 73,5 Prozent und fällt damit gegenüber 2005 um 4,2 Prozent.

Bei den Erststimmen haben die Vertreter der beiden großen Parteien auch Stimmen verloren: Patricia Lips (CDU) kommt auf 36,3 Prozent (-2,2) und der Sozialdemokrat Detlev Blitz fährt ein Minus von 13,1 Prozent ein und landet bei 28,9 Prozent. Vor vier Jahren lag Dr. Erika Ober mit 42 Prozent noch vor ihrer politischen Konkurrentin von der CDU. Das Direktmandat im Wahlkreis 187 geht wie vor vier Jahren auch an Patricia Lips.

Ein sehr gutes Ergebnis fährt der Babenhäuser Bundestagsabgeordnete der FDP, Heinz Kolb, ein. Er legt um 6,9 auf 15,7 Prozent zu. Der Babenhäuser Heinz Schumacher, der für die Partei „Für Volksentscheide“ antrat, holt in seiner Heimatstadt 104 Stimmen, was 1,3 Prozent entspricht.

Die Wahl hat so einiges durcheinander gebracht. So ist beispielsweise das beschauliche Harpertshausen kein „rotes Dorf“ mehr. Hier liegt die Union vor der SPD. In Harreshausen haben die Sozialdemokraten gerade mal mit fünf Stimmen die Nase vor der FDP. Die Linken machen auch in Babenhausen Boden gut. In den Stadtteilen liegen die Grünen zwar meist vor ihnen, in der Kernstadt ergibt sich ein etwas anderes Bild: In vier von fünf Wahllokalen haben die Linken die Öko-Partei überholt. Gründen sich, wie der Linken-Kreisvorstand Darmstadt-Dieburg mal geäußert hat, auch Ortsvereine, ist bei der Kommunalwahl 2011 mit der Truppe zu rechnen.

Quelle: op-online.de

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