Von Allergien bis zu Verbrennungen

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Der Riesenbärenklau kann Allergien auslösen.

Babenhausen/Darmstadt-Dieburg - (st) Zehn Kommunen haben sich an einer Umfrage der Natur- und Umweltschutzbehörde des Landkreises beteiligt und Rückmeldungen zum Vorkommen von so genannten Neophyten abgegeben.

Neophyten sind Pflanzen, die sich in den letzten 500 Jahren eingebürgert haben. Im Landkreis geht es um den Riesenbärenklau, Beifuß-Ambrosie, Indisches Springkraut, die Späte Traubenkirsche und um Knötericharten. Die Auswertung der Umfrage zeigt, dass das Indische Springkraut mit insgesamt 163 festgestellten Standorten am weitesten verbreitet ist. Allein in Groß-Zimmern wurden rund 150 Standorte notiert. Der Riesenbärenklau kommt mit etwa 100 Standorten an zweiter Stelle, besonders betroffen sind Babenhausen, Groß-Zimmern, Dieburg, Ober-Ramstadt und Griesheim.

Die Beifuß-Ambrosie wurde knapp 50 Mal als Standort angegeben - insbesondere in Griesheim mit den meisten Wachstumsorten, aber auch in Weiterstadt, in Dieburg und in Ober-Ramstadt. Lediglich 27 Mal tauchten die Knötericharten auf, die Späte Traubenkirsche stellt bisher offenbar nur an fünf Stellen im Landkreis ein Problem dar, heißt es aus dem Landratsamt.

Informationen gibt es außerdem unter:

http://www.neophyten.de

http://www.ambrosiainfo.de

http://www.ladadi.de

Das Vorkommen der Neo-phyten an sich stellt noch keine großen Probleme dar, es sei denn, sie breiten sich massenhaft aus und überwuchern die natürliche Pflanzenwelt komplett. Dies gilt vor allem für das Indische Springkraut, für die Knötericharten und für die Späte Traubenkirsche. Außerdem stellen der Riesenbärenklau und die Beifuß-Ambrosie zusätzlich eine Gesundheitsgefahr für Menschen dar. Der Riesenbärenklau hat giftige Pflanzensäfte und sorgt bei unachtsamem Umgang für Kontaktallergien bis hin zu Verbrennungen. Die Beifuß-Ambrosie ruft durch ihre Pollen starke allergische Reaktionen hervor, die Behaarung der Pflanze kann die Haut reizen.

Daher ist, so Karsten Heinrich von der Natur- und Umweltschutzbehörde, gerade bei diesen beiden Neophyten besondere Vorsicht geboten. Heinrich rät, die Beifuß-Ambrosie inklusive Wurzeln auszureißen und über den Hausmüll - auf keinen Fall über den Bio-Abfall - zu entsorgen. Wer größere Vorkommen der genannten Neophyten findet, sollte sich an den Neophytenbeauftragten der jeweiligen Kommune wenden.

Quelle: op-online.de

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