Allerlei Tierisches

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Mit einer lebenden Königsnatter illustrierten Maik Richter und Hendrik Seitz (von links) ihren Vortrag über Schlangen.

Babenhausen ‐ Die Tiere hatten es den Schülern aller Alterstufen angetan. Asiatische Elefanten, Dinosaurier (Vivien Piech und Yamna Zervi, Bachwiesenschule), ein Wolf (Gordon Erik Otte, Offene Schule), das Ungeheuer von Loch Ness, alle traten sie auf der Leinwand oder in Papier- oder Plastikform bei den hochmotivierten Schülern aus unterschiedlichen Schulen auf. Von Ulrike Bernauer

Eine Königsnatter brachten Maik Richter und Hendrik Seitz von der Markwaldschule zum Entzücken des Publikums sogar ganz leibhaftig auf die Bühne. Dem mittlerweile siebten Wettbewerb der Babenhäuser Schulen „Herausforderung für Hochmotivierte“ hatten sich die Schüler gestellt. „Es ist eine schöne Idee, dass sich Schüler unterschiedlicher Schulen mal kennenlernen und alle sehen können, was der jeweils andere macht“, erklärte Wolfgang Seidl von der Offenen Schule, die jetzt auch Gastgeber war.

Ein Thema ansprechend repräsentieren, das war die Aufgabe, und sie wurde von den Kindern und Jugendlichen ganz unterschiedlich gelöst. Kein Wunder, die Jüngste, Melissa Theodoropoulus (Asiatische Elefanten) aus der Schule im Kirchgarten besucht gerade die dritte Klasse, Lisa Grychta, Anne Funk und Kathrin Erbes aus der Bachgauschule stecken mitten im mündlichen Abiturstress.

Die ältesten Teilnehmerinnen fielen auch mit einem nicht tierischen Thema ein wenig aus dem Rahmen. „Bacchus & Ariadne“ hatten sie aufs Korn genommen und sehr kurzweilig aufbereitet. Das berühmte Gemälde von Tiziano Vecellio (Tizian) hatten sie erstmal nach allen Regeln der Kunst analysiert, auf seinen Bildaufbau, Gehalt und Ausdruck untersucht und dann in die heutige Zeit transferiert. Ihre Nachstellung der Entführung fand allerdings nicht an einem Seeufer statt. Dramatisch wurde eine Braut vor der Kirchentür entführt. Sichtbar viel Spaß hatten die Abiturientinnen bei den Fotos, dokumentiert für die Zuschauer in einem Making-Off.

Nicht-Tierisches präsentierte auch Annika Heim, fünfte Klasse der Offenen Schule, die einen Auszug aus ihrer selbst geschriebenen Fantasygeschichte „Fallonien“ vorlas. In ihrer Einführung verriet die junge Schriftstellerin, wie sie zu den Namen ihrer Helden gekommen ist. Einen Tipp von Buchautor Jens Schuhmacher hat sie umgesetzt, sich ein Fremdwörterbuch geschnappt, in ihrem Fall ein Finnisches, beliebige Wörter herausgesucht und als Endung a oder o angehängt.

Den tropischen Regenwald hatte sich Daniel Mahr, 10. Realschulklasse zum Thema genommen. Viel Wissenswertes über Entstehung, Aufbau und Bewohner erfuhren die Zuhörer. Einen Appell richtete der Zehntklässler zum Abschluss seines Vortrages an sein Publikum: „Die Zerstörung des Regenwaldes kann gestoppt werden, wenn wir weniger Fleisch essen und mehr regionale Produkte kaufen.“

Ganz speziell hatten sich Sarah Falsone, Angela Sabler und Katharina Everling des Ungeheuers von Loch Ness angenommen. Unter allen Gesichtspunkten beleuchteten sie erst den See, seine Entstehung, Größe (nur wenig kleiner als das Gebiet von Babenhausen), Tiefe und Wasserinhalt. Dem Ungeheuer rückten sie in Fotos, Gemälden, Geschichten und Sagen auf die Spur. In Englisch hielten sie den Vortrag, aus Rücksicht auf das ganz junge Publikum gab es aber auch eine Übersetzung.

Ausgezeichnet wurden alle Teilnehmer mit einem Preis, zu unterschiedlich waren die Beiträge, um sie in einem echten Ranking miteinander vergleichen zu können. Dicken Applaus gab es für alle jungen Referenten und etwas Leckeres zu essen. Ein wunderbares Büfett hatten die kochenden Schüler der Offenen Schule vorbereitet.

Quelle: op-online.de

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