Alles, was das Feiertagsherz begehrt

+
Der Innenhof war beim Mühlenfest proppenvoll. Viele Besucher warfen auch einen Blick in das Innere der Langfeldsmühle – rechts hinten ein Müllerbett aus dem Jahr 1900.

Hergershausen - Tatsächlich schaffte es Thomas Winter, Besitzer der schönen Langfeldsmühle am Rande der „Hergershäuser Wiesen“, am Pfingstmontag noch, das ein oder andere Schwätzchen zu halten. Von Jens Dörr

Winter ließ sich den persönlichen Plausch mit einigen Bekannten nicht nehmen, obwohl an und in der Langfeldsmühle die Hölle los war: Auch bei mittelprächtigem Wetter pilgerte wohl eine vierstellige Zahl an Menschen – davon viele mit dem Rad – zum „Mühlenfest“, das im Rahmen des deutschlandweiten „Mühlentags“ stattfand.

Im Prinzip kein Wunder, obwohl an Pfingsten bekanntlich zig Konkurrenzveranstaltungen um die Besuchergunst buhlen: Die Langfeldsmühle liegt einerseits idyllisch in einem Naturschutzgebiet, ist andererseits nicht nur über Radwege optimal angebunden, sondern aus Hergershausen auch fußläufig problemlos zu erreichen.

Und Veranstalter Winter, der die Mühle 2007 gekauft und sich nach eigenen Angaben damit einen Traum erfüllt hatte, bot am Montag alles, was das Feiertagsherz begehrt: Musik, Kinderbelustigung, Kunst, Geschichte, Speis und Trank.

Dass es weitestgehend trocken blieb, obwohl der Himmel den ganzen Tag über wenig Gutes verhieß, war das I-Tüpfelchen auf das gelungene „Mühlenfest“. Nicht nur an der Grillstation kam es aufgrund des stattlichen Andrangs zu kleineren Schlangen, auch beim Ponyreiten musste sich der Nachwuchs kurz gedulden. Musik kam nicht nur vom Band, sondern auch vom Blasorchester Hergershausen.

Der Dieburger Künstler Hans Peter Murmann malte wie schon im Vorjahr seine Schafe, präsentierte zudem ein Werk, mit dem er das letztjährige Treiben festgehalten hatte.

Einige Kinder sahen bei Murmanns Arbeit andächtig zu, andere tobten sich derweil auf der Hüpfburg aus. Diplom-Landwirtin Judith Mauß zeigte eine besondere Form der Reitkunst, die unter anderem das Reiten ohne Sattel ermöglicht – sie nennt es „den natürlichen Umgang mit den Pferden“. Selbstredend standen auch die Mühle und ihr früheres Innenleben selbst im Blickpunkt: Reichlich machten die Besucher davon Gebrauch, sich die Exponate – gleich hinter der Kuchentheke – anzusehen.

Quelle: op-online.de

Kommentare