Altbau der Offenen Schule

Kaum etwas übrig geblieben

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Der Schutt ist an dieser Stelle weggeräumt, Versorgungsrohre wurden gelegt.

Babenhausen -  Hoch getürmt sind die Massen aus Stein und Beton, eine Halde liegt neben der anderen. Dazwischen schieben sich Bagger und erledigen den restlichen Abbruch. Ein Arbeiter steht daneben und hält mit einem Wasserschlauch auf das Gestein, um den Staub einzudämmen. Von Stefan Scharkopf

Die frühere Joachim-Schumann-Schule ist abgerissen. Die Trümmer von vormals 25.000 Kubikmeter umbautem Raum liegen teils auf dem Gelände, teils sind sie schon abgefahren. Die Überbleibsel werden großteils recycelt und die Schotterberge somit langsam kleiner. Rund 800.000 Euro kosten die Abbrucharbeiten.

Nachdem die Schüler nach den Winterferien 2012/13 die für rund 25 Millionen Euro erbaute neue Schule in unmittelbarer Nähe in Beschlag genommen haben, ging es dem Bau aus den Siebzigern ans Fundament. Alles wird abgerissen, nur die Mensa bleibt noch stehen, sie wird weiterhin genutzt. Doch auch für die Verköstigung der Schüler wird eine neuen Heimstatt gebaut. Läuft alles nach Plan, kann die neue Mensa, wie der Projektleiter Jan Lutz vom Da-Di-Werk, gestern am Telefon sagte, im Herbst 2015 in Betrieb gehen. Ziel der Arbeiten ist, die Oberfläche auf dem Areal der früheren Schule wieder herzustellen. Es wird ein paar Parkplätze geben, der allergrößte Teil wird aber zunächst brach liegen, bis geklärt ist, was auf dem Platz entstehen soll.

Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg

Zuvor wird aber noch auf einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern nach Überbleibseln aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Die Kampfmitteluntersuchung ging auch dem Bau der OSB an der neuen Stelle voraus. Die Arbeiten sind ausgeschrieben. Nach den Bohrungen werden Sonden in die Erde eingelassen, die elektromagnetisch nach Metallteilen forschen. Wird ein Fund festgestellt, muss an der Stelle gegraben werden.

Derzeit wird aber nicht nur abgerissen an der alten OSB, es wird gleichzeitig auch neu gebaut. So entsteht nach und nach die Biomasseanlage, die die neue Schule mit Wärme versorgen soll. Im kommenden Winter wird dies aber noch das alte Blockheizkraftwerk tun.

Entscheidung des Hessischen Kultusministeriums

Die Schulleitung freut sich derweil über die Entscheidung des Hessischen Kultusministeriums kurz vor den Ferien, die OSB wieder in eine Integrierte Gesamtschule umzuwandeln. Damit wird bereits der kommende Jahrgang 5 in der neuen Form eingeschult, wie Schulleiter Rainer Becker mitteilt. Intern wurden hierzu seit dem Umzug in den Neubau wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Dass letztlich auch alle erforderlichen Entwicklungsschritte erfolgreich durchlaufen werden konnten, ist insbesondere „einer höchst intensiv arbeitenden IGS-Planungsgruppe zu verdanken“, wie Becker sagt.

Diese erstellte ein neues IGS-Konzept, das eine eng verzahnte, an förderndem und forderndem schulischem Arbeiten ausgerichtete Grundstruktur aufweist. Wie geplant konnte dieses Konzept Ende Juni abschließend in den schulischen Gremien beraten, beschlossen und anschließend den Eltern der künftigen Fünftklässler vorgestellt werden.

Joachim-Schumann-Schüler beziehen Neubau

Joachim-Schumann-Schüler beziehen Neubau

Quelle: op-online.de

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