Alte Helme, Schläuche und Uniformen

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Bei der Projektwoche führte Josef Kriegisch allerlei historische Utensilien der Feuerwehr vor.

Hergershausen - (pg) Beinahe andächtig lauschen die zwölf Grundschüler den Trompetenklängen, die aus dem Computer von Ralf Aumann, dem Wehrführer der FFW Hergershausen, tönen. Die Melodie ist ein Signal und heißt „es brennt“, erfahren die Kinder.

Früher wurde sie auf einem Horn geblasen, um die Feuerwehrleute zu alarmieren. Natürlich versuchen die Schüler, die ihre Projektwoche bei den Hergershäuser Brandschützern verbringen, dieses Signal selbst auf dem alten, schon leicht verbeulten Instrument zu blasen.

Allerlei Feuerwehr-Historie bringen ihnen Ralf Aumann und Josef Kriegisch nicht nur theoretisch näher. Auch zum Anfassen und mal Anziehen ist einiges aufgebaut. So bestaunen die Schüler der Bachwiesenschule Hergershausen/Sickenhofen alte Helme, eine Handlampe, Schläuche, eine Uniform und eine Leuchtfackel, mit der früher die Brandstelle ausgeleuchtet wurde. „So einen Löscheimer musste früher jeder, der heiraten wollte, im Haus haben“, erklärt Ralf Aumann, der mit den Kindern auch noch Arbeitsblätter zum Thema Brandschutz bespricht.

Die Feuerwehr ist beliebt bei der Projektwoche, weiß Josef Kriegisch: „Es wollen mehr mitmachen, als wir nehmen können.“Das Programm, das die Floriansjünger den Kindern bieten, ist abwechslungsreich. Nach der Einführung am Montag ging es am Dienstag im Hof der Feuerwehr ganz anschaulich und praktisch zur Sache. Vorführungen, wie verschiedene Materialien brennen, standen auf dem Stundenplan. Absolute Vorsicht ist bei brennendem Öl geboten. „Das darf man nie mit Wasser löschen“, schärfen die beiden Feuerwehrmänner den Schülern ein. Eindruck macht die Explosion, als Wasser und brennendes Öl zusammen gebracht werden.

Eine Führung durch das Feuerwehrhaus und die Erklärung der verschiedenen Geräte sorgen für weitere Unterhaltung. Den Stützpunkt der Babenhäuser Feuerwehr samt Fahrzeugen besichtigten die Kinder gestern. Heute steht die Werksfeuerwehr der Firma Merck auf dem Programm. Höhepunkt ist hier die 68 Meter hohe Drehleiter, mit der die Schüler einmal in die Luft gehen dürfen. „Am Freitagvormittag üben wir für eine Vorführung am Nachmittag, wenn alle Ergebnisse der Projekte in der Schule präsentiert werden“, sagt Kriegisch.

Quelle: op-online.de

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