Altstadtfestlauf

300 laufen für den Neubau

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Gregor Scharf (Mitte) lief für den TV Hergershausen auf Platz zwei.

Babenhausen - Die Zahl der Teilnehmer am „Bawwehaiser Altstadtfestlauf“ des Turnvereins Babenhausen weist Konstanz auf – trotz einer Pause im Jahr 2011. Von Jens Dörr

2010 nahmen in den Läufen über zehn, zwei und einem Kilometer sowie über die fünf Kilometer Walking 308 Frauen, Männer und Kinder teil. In diesem Jahr waren es 300. Der minimale Rückgang war alleine auf weniger Walker zurückzuführen – diesmal zehn statt wie vor zwei Jahren 19. Im Laufschritt absolvierten die Strecken 290 Menschen nach 289 im Jahr 2010.

Dieses Jahr gingen nur halb so viele Walker wie beim letzten Altstadtfestlauf an den Start.

Am Samstag feierte das Sportereignis seine dritte Auflage, nach 2009 und 2010. Das eine Jahr, in dem die Veranstaltung nicht stattgefunden hatte, machte sich nicht bei den „Finishern“ bemerkbar. Bei strahlendem Sonnenschein fielen die Startschüsse am Eiscafé Galileo. Die große Runde führte durchs Feld gen Sickenhofen, teils auch durch das Altstadtfest hindurch. Im Hauptlauf über die 10 000 Meter hatte sich einer offenkundig besonders viel vorgenommen: Gregor Scharf.

Der Läufer des TV Hergershausen, der jüngst beim Darmstadt-Marathon unter drei Stunden blieb, war bei der letzten Auflage des „Bawwehaiser Altstadtfestlaufs“ Fünfter geworden. Der damalige Sieger, Steffen Denk, war diesmal aber nicht mit von der Partie. Entsprechend legte Scharf, derzeit in starker Verfassung, offensiv los. Im Ziel musste er letztlich nur Ingbert Reinke vom SSC Hanau-Rodenbach den Vortritt lassen. Platz zwei erreichte Scharf bei sommerlichen Temperaturen in 38:37 Minuten. Reinke war 40 Sekunden schneller. Auf den Dritten, Stefan Aulbach vom TV Haibach, hatte Scharf wiederum mehr als eine Minute Vorsprung.

Katja Adler vom TV Hofstetten: die schnellste Frau

Unter den 138 Teilnehmern beim Hauptlauf war Katja Adler vom TV Hofstetten die schnellste Frau. Ihre Zeit von etwas mehr als 46 Minuten zeigte: Der Altstadtfestlauf bietet auch Nichtvereinsläufern die Chance, eine gute Platzierung zu erreichen. Statt der Topläufer aus den Vereinen, gleichwohl ein Großteil der Teilnehmer durchaus organisiert dem Sport nachgeht, ist die Veranstaltung ein regionales Event mit einem stattlichen Anteil an Babenhäusern.

Der ist bei den Schülern nochmals größer: Im 2 000-Meter-Lauf etwa waren fast alle Kinder aus Babenhausen. Sieger allerdings wurde Andreas Roth, ein Schüler aus Kleinostheim. Er benötigte 6:39 Minuten, die sogar trainierte Erwachsene nicht eben mal so zu laufen vermögen. Simone Nickenig sorgte bei den A-Schülerinnen für einen Sieg des Gastgebers TV Babenhausen. Bei den B-Schülerinnen war Lisa Fendt nicht zu schlagen. Sie startete für die Offene Schule Babenhausen. Sehr stark, und mit 82 Teilnehmern rund viermal so groß wie über 2 000 Meter, war das Feld bei den 1 000 Metern: Jannik Buchheimer war hier in 3:35 Minuten der schnellste Einheimische, was Platz drei für den C-Schüler bedeutete.

Fünf Kilometer in rund 39 Minuten

Walker Georg Polikeit ragte gleich zweimal aus der Veranstaltung heraus: Er ging die fünf Kilometer in rund 39 Minuten nicht nur am schnellsten, sondern war mit Jahrgang 1936 zusammen mit Läufer Wilhelm Reuling auch der älteste Teilnehmer. Älteste Teilnehmerin war Liane Fischer (Jahrgang 1946). Erst 2008 geboren ist dagegen Eric Amend, der damit jüngster Teilnehmer war.

Auf seiner Website führte der TV Babenhausen unterdessen 49 Sponsoren auf, die die Veranstaltung unterstützten. Der Reinerlös aus dem Lauf fließt zu 50 Prozent in den Neubau der TVB-Halle, die andere Hälfte kommt dem Förderzentrum für Körperbehinderte in Aschaffenburg zugute.

Quelle: op-online.de

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