Für meine Frau ist’s stressiger

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Babenhausen - Man hört es immer wieder: Die Vorweihnachtszeit bedeutet für viele eher Stress als Besinnlichkeit – hektisch die letzten Geschenke zusammensuchen und nebenher ein mindestens dreigängiges Weihnachtsmenü zaubern.

Unser Mitarbeiter Michael Just hat nachgefragt, wie besinnlich die besinnliche Zeit für die Babenhäuser tatsächlich ist, und wie sie die Adventszeit ganz persönlich gestalten.

Wilhelm Reuling (76), Rentner:

„Für mich ist es eine besinnliche Zeit, für meine Frau stellt sich die Zeit als etwas hektischer dar. Sie macht sich sehr viele Gedanken über das Drumherum an Weihnachten, wie etwa das Essen. Dazu feiert unser Enkel seinen 18. Geburtstag am 22. Dezember. Da helfen wir natürlich mit. So ist die Zeit besinnlich, aber doch nicht ruhig. Weihnachtlich wird es vor allem dadurch, dass wir in die Kirche gehen und meine Frau im Kirchenchor singt.

Harald Berz (54), Dreher:

„Ich bin mit meiner Frau alleine, darum singen wir eigentlich keine Adventslieder. Den Weihnachtsbaum haben wir schon Anfang Dezember aufgestellt. Der Baum und die Kerzen machen die Wohnung gemütlich. Trotzdem geht vieles so weiter wie vorher, und wir sitzten jetzt nicht verstärkt in der Stille. Die besinnliche Zeit merke ich vor allem daran, dass ich schon Urlaub habe. Da geht man verstärkt in die Ruhe über.“

Gerlinde Mohr (61), frisch im Ruhestand:

„Die Adventszeit ist am schönsten, wenn ich mit meinen Enkeln Plätzchen backe und wir Weihnachtslieder dazu singen. Das ist der eigentlich besinnliche Teil für mich vor dem Fest. Das genießen wir seit 13 Jahren regelrecht. Wir backen Spritzgebäck, Makronen, Kalte Hunde und seit neuestem auch Husarenkrapfen. Dieses Jahr ist die Adventszeit weniger stressig für mich, weil ich jetzt im Ruhestand bin. Da konnte ich die Vorweihnachtszeit einmal richtig genießen.“

Oliver Freund (44), Lagerist:

„Für mich sind die Wochen vor Heiligabend teils besinnlich und teils stressig. Das Einkaufen bleibt nach wie vor hektisch, da merke ich nicht viel von Weihnachten. Die Gemütlichkeit und die Gedanken, die man sich macht, schaffen dagegen Platz für Weihnachtsgefühle. Die entstehen dann vor allem zuhause. Was natürlich auch mitspielt, ist das Wetter: Wenn es kalt ist und Schnee liegt, wird man besinnlicher als bei 18 Grad plus.“

Katja Boost (40), Opernsängerin:

„Ich mache mir die Vorweihnachtszeit einfach besinnlich. Grundsätzlich finde ich, dass jeder die Möglichkeit hat, sich die Zeit besinnlich zu gestalten. Das fängt damit an, dass man weniger draußen und mehr drinnen ist. Dann lassen sich gemütliche und schöne Dinge tun, wie Tee trinken, vorlesen oder musizieren. Selbst Geschenke einpacken kann besinnlich sein. Wichtig ist dafür aber, frühzeitig die Geschenke zu kaufen. Trotzdem bringt gerade mein Beruf eine sehr beschäftigte Vorweihnachtszeit mit sich, da hier die meisten Auftritte sind. Die Besinnlichkeit ist vor allem eine persönliche Einstellung. Dazu gehört bei mir auch das Plätzchenbacken mit den Kindern. Das ist zwar nicht immer besinnlich, das Naschen hinterher aber auf alle Fälle.“

Quelle: op-online.de

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