Anwohner äußern ihre Bedenken

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Sind Größe und Art des geplanten Pflegeheims auf dem Michelsbräu-Gelände für Babenhausen und die Pflegebedürftigen sinnvoll? Anwohner der Spessartstraße hegen Zweifel.

Babenhausen - (st) Sind Größe und Art des geplanten Pflegeheims auf dem Michelsbräu-Gelände für Babenhausen und die Pflegebedürftigen sinnvoll? Anwohner der Spessartstraße hegen Zweifel.

Ein Investor beabsichtigt, beabsichtigt ein Investor auf dem Brauerei-Areal ein Seniorenzentrum zu errichten. Etwa 100 Betten soll der Bau auf der Lache-Seite beherbergen. Die Michelsbräu kam als Standort infrage, nachdem die avisierte Bebauung des ehemaligen Feuerwehrgeländes geplatzt war.

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Anwohner kritisieren, dass das fünfgeschossige, knapp 15 Meter hohe und 55 Meter lange Heim den auf der Brauerei bestehenden Gebäudekomplex überragt und nicht an die vorhandene Gebäudesubstanz angeschlossen werden soll, sondern als eine Art Solitärbau das Stadtbild von Babenhausen prägen werde. Der Dachreiter der Stadtkirche, argumentiert Spessartstraßen-Anwohner Wolfgang Seidl, sei mit seinen knapp 15 Metern von der Lachebrücke gut zu sehen und überrage das mittelalterliche Stadtbild. Der Blick auf die Stadt werde sich entscheidend verändern.

Seidl wünscht sich, dass die Bevölkerung sich davon ein Bild macht und die Pläne kennenlernt. Seidl: „Die Stadt hat im Rahmen des Bauleitverfahrens Gestaltungsmöglichkeiten, die sie nicht ohne Grund aus der Hand geben darf.

Ausschussmitglieder stimmen gegen Pläne

Dass die Mehrheit der Mitglieder des Bauausschusses bei der kurzfristig angesetzten und nicht öffentlich angekündigten Vorstellung des Bauvorhabens am 23. September nicht für die Umsetzung der vorgelegten Pläne votiert habe, sei ein Zeichen von Skepsis, dem jetzt konsequente Anfragen und Forderungen seitens der politischen Vertreter der Stadt folgen müssten.

Selbst wenn das Bauvolumen nicht einschneidend verringert werden kann, sollten doch wichtige Fragen bereits vor der Einleitung des Bauverfahrens beantwortet werden. Etwa die, warum die Parkplatzsituation in unmittelbarer Nähe der TVB-Halle nicht geklärt werde. Der Investor sollte verpflichtet werden, auch Parkplätze für die Besucher der über 100 Bewohner des Pflegeheims zur Verfügung zu stellen und die Verantwortung nicht nur der Stadt zuzuweisen.

„Fassadengestaltung von entscheidender Bedeutung.“

Wenn das Gebäude schon diese enorme Größe haben muss, sollte es nicht wenigstens mit den vorhandenen Gebäudeteilen der Michelsbräu eine architektonische Einheit bilden?“, fragt der Spessartstraßen-Anwohner.

Wer sich ein Bild von dem geplanten Projekt verschaffen will: Am Dienstag, 6. Oktober, gibt es um 19.30 Uhr eine öffentliche Sitzung des Ortsbeirats der Kernstadt, zuvor ist für 18 Uhr eine Ortsbegehung anberaumt. In der Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag, 8. Oktober, 19.30 Uhr, steht die Senioren-Residenz ebenfalls auf der Tagesordnung.

Deswegen sei die Fassadengestaltung von entscheidender Bedeutung und sollte dem Investor nach stadtplanerischen Gesichtspunkten vorgeschrieben werden. Eine Gestaltung mit Klinkersteinen wie bei den Industriegebäuden der Michelsbräu, die „hoffentlich bald unter Denkmalschutz gestellt werden, wie es das Integrierte Stadtentwicklungskonzept von 2007 fordert“, könnte einen etwas harmonischeren Gesamteindruck herstellen.

Quelle: op-online.de

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