Zwei zusätzliche Räume geschaffen

ASB-Kita: Spaß auch im Container

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Der Anbau ist direkt mit dem bestehenden Gebäude verbunden.

Hergershausen - Eingezogen in die beiden Container, die an die Hergershäuser ASB-Kita angebaut wurden, sind die Kinder und ihre Erzieherinnen bereits. Von Petra Grimm

Jetzt wurden die Behältnisse bei einer kleinen Feierstunde, an der neben den Eltern und Erziehern auch Erster Stadtrat Kurt Lambert, der Geschäftsführer des ASB-Regionalverbandes Südhessen Harald Finsel und Martina Barz, die Bereichsleiterin für die ASB-Kitas, teilnahmen, offiziell übergeben.

Kita-Leiterin Eva Maria Hartmann dankte den Eltern ausdrücklich für ihr Verständnis, denn die Baumaßnahme, zu der auch eine Erweiterung der bereits bestehenden Wickelmöglichkeit gehörte, ging eine Woche über die Schließzeit in den beiden letzten Ferienwochen hinaus.

Umbau kann sich sehen lassen

Und was in den drei Wochen Umbau entstanden ist, kann sich sehen lassen. Die beiden L-förmig miteinander verbundenen, jeweils drei auf sechs Meter großen Container sind gemütlich eingerichtet. Sie sind am hinteren Teil des Gebäudes „angedockt“, so dass sie über eine kleine Treppe direkt betreten werden können.

Die beiden zusätzlichen Räume, durch die sechs weitere U3-Kinder und ein Ü3- Kind mehr aufgenommen werden können, werden als Ruhebereich genutzt. Denn daran mangelte es in dem bisherigen Gebäude. Bücher und CDs und eine große Matratze zum Kuscheln laden zum Ausruhen ein. Der hintere Container wird zudem als Raum für den Mittagsschlaf vor allem der kleineren Kinder genutzt. „Auch für die Arbeit in Kleingruppen, beispielsweise für die Sprachförderung, eignen sich die neuen Räume“, sagte die Kita-Leiterin.

Der Container kann als Ruhebereich von allen Kindern der Hergershäuser Kita genutzt werden.

„Uns ist wichtig, dass neben den Rahmenbedingungen auch die Qualität der pädagogischen Inhalte stimmt. Die hat durch den Umbau nicht gelitten“, betonte Martina Barz. So ist die Kita personell mit einer zusätzlichen Vollzeitstelle aufgerüstet worden. Derzeit zählt das Pädagogen-Team 15 Erzieherinnen und einen Erzieher, die sich in Teilzeit- oder Vollzeitstellen um die vier Gruppen mit 95 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren kümmern. Einjährige Krippenkinder gibt es in der Kita in Hergershausen nicht, aber auch schon vor der Erweiterung gab es sechs Plätze für Zweijährige.

Anbau erst auf Druck der Eltern

Die jetzt insgesamt zwölf Zweijährigen sind auf zwei Gruppen mit jeweils 25 Kindern aufgeteilt. Es gibt außerdem eine Gruppe mit 25 Drei- bis Sechsjährigen und eine Integrationsgruppe mit nur 20 Kindern. Die Kita ist mehr als gut ausgelastet.

Erster Stadtrat Kurt Lambert erinnerte bei der Übergabe der Container auch daran, dass der Anbau auf den Druck der Eltern zurückgeht. Denn die hatten lange über zu wenig Betreuungsplätze vor allem für U3-Kinder im Stadtteil geklagt. „Ich erinnere mich an äußerst lebhafte Ortsbeiratssitzungen zu diesem Thema“, sagte Lambert. Er betonte außerdem, dass Container immer nur eine Übergangslösung sein können. Sollte der Bedarf im größten Stadtteil stabil hoch bleiben, müsse über einen richtigen Anbau nachgedacht werden.

Wie Martina Barz wies auch Lambert darauf hin, dass Prognosen im U3-Bereich sehr schwierig sind. Man könne einfach nicht wissen, wie viele Kinder in zwei oder drei Jahren geboren würden und wie viele von ihnen dann tatsächlich auch auf U3-Plätzen in der Kita angemeldet würden.

Quelle: op-online.de

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