236 Mal ausgerückt

Babenhausen - (ale) Ein Jahr voller Einsätze stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Babenhäuser Feuerwehren, zu der sich zahlreiche Brandschützer im Stützpunkt zusammengefunden hatte. 2008 wurden die Feuerwehren zu 236 Einsätzen gerufen – das waren 21 mehr als im Jahr zuvor.

In seinem Jahresbericht schilderte Stadtbrandinspektor Mario Wörner außerdem, was die Wehr alles zu leisten hatte: Vom Großbrand in Langstadt bis zum Unwetter, in dem alle Feuerwehren der Stadt im Einsatz waren. „Die Bevölkerung musste erkennen, dass wir bei einer solchen Anhäufung von Einsatzstellen nicht überall gleichzeitig sein können“, sagte Mario Wörner. Man habe Prioritäten setzen müssen. Er dankte allen Frauen und Männern der Feuerwehren für ihr ehrenamtliches Engagement.

Damit hatte er eins seiner Stichworte gefunden: „Motivierte, ehrenamtliche Helfer sind der Motor unserer Feuerwehr und mit Geld nicht zu bezahlen“, stellte der oberste Brandschützer der Stadt klar. Die Aufgabe der Zukunft laute, das ehrenamtliche Personal zu entlasten. Vor allem die Wehrführungen müssten von den steigenden Verwaltungsaufgaben befreit werden – was, ist sich Wörner sicher, nur durch eine weitere hauptamtliche Kraft geschehen könne.

Den sechs Feuerwehren der Stadt gehören 1 769 Vereinsmitglieder an. Darin sind die passiven und fördernden Mitglieder, Jugendfeuerwehren, Einsatzabteilungen sowie Ehren- und Altersabteilungen enthalten. Insgesamt sind 206 aktive Frauen und Männer in den Einsatzabteilung. Die Jugendfeuerwehren haben 93 Mitglieder – 2008 mussten die Jugendfeuerwehren den Verlust von sechs Mitgliedern verkraften; elf wechselten in die Einsatzabteilungen. Um dem Nachwuchsproblem bei den Jugendfeuerwehren zu begegnen, kündigte der Stadtbrandinspektor die Einrichtung sogenannter „Bambini- Feuerwehren“ an. In ihnen soll das Thema Brandschutz mit „Basteln, Spiel und Spaß“ verbunden werden.

Quelle: op-online.de

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