Babenhausen

Ausgestorben und doch quicklebendig

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"Auferstehung" des Babenhäuser Celtic-Rugby-Clubs

Babenhausen - (thh) Blickt man auf die Entwicklung des Babenhäuser Celtic-Rugby-Clubs (CRC) im vergangenen Jahr lässt sich schon fast von einer Auferstehung sprechen. Schleppte sich der 1999 gegründete Verein in der jüngsten Vergangenheit doch mehr schlecht als recht durchs Leben.

Grund dafür waren sinkende Mitgliederzahlen und der Mangel an Führungspersonal für die Vorstandsarbeit. Zwar begann sich die Situation gegen Ende des Jahres langsam zu bessern - es kamen neue Mitglieder dazu und die Celtics wählten einen neuen Vorstand - doch entschloss man sich nach reiflicher Überlegung zum Eintritt in Babenhausens größten Sportverein.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Für einen kleinen Verein ist die Bürokratie sehr aufwendig und zu deren Abwicklung gehört zudem auch viel Fachwissen, wie der neu gewählte stellvertretende Vorsitzende Klaus-Uwe Gottschlich bestätigte. Demnach hatte auch der CRC in den letzten Jahren erfahren müssen, dass willige und fähige Mitarbeiter für die Vorstandsarbeit oft nur schwer zu finden sind. Die Mitgliedschaft als Abteilung in einem Großverein wie dem TVB habe den Vorteil, dass ein großer Teil der Büroarbeiten von der Geschäftsstelle erledigt werde und die Abteilungen sich mehr auf ihre fachlichen Aufgaben konzentrieren können, so Gottschlich.

So ersuchten die Celtics beim TVB um Aufnahme als Abteilung und ein entsprechender Antrag im Vorstand des Turnvereins wurde mit großer Mehrheit beschlossen, nachdem die Vorstandsmitglieder des CRC sich und die Ziele ihrer Gruppe vorgestellt hatten. Bei dieser Gelegenheit überreichte Klaus-Uwe Gottschlich auch gleich die Beitrittserklärungen für sich und seine Vorstandskollegen und in der darauf folgenden Woche beschloss die Mitgliederversammlung des CRC die Auflösung des alten Vereins zum 31. Dezember. Seit Beginn des Jahres läuft der Betrieb nun als Abteilung des TVB.

Dass der Eintritt in den Babenhäuser Turnverein eine gute Idee war, davon ist Trainer Harald Ströher überzeugt. „Die Geschäftsstelle nimmt uns wirklich viel Arbeit ab und auch der Aufwand bei der Gewinnung von neuen Mitgliedern ist für uns jetzt geringer, da der TVB als größter Babenhäuser Verein in der Stadt und der Umgebung einen sehr guten Ruf genießt“, erläutert Harald Ströher. Neben der Mitgliederverwaltung hält die Geschäftsstelle des Vereins zudem den Kontakt zu den Verbänden so der Trainer, der gleichzeitig auch als aktiver Spieler für die Celtics auf dem Platz steht.

Auch spielerisch ist die Mannschaft derzeit im Aufwind. Mit 14 Aktiven spielt das Team in dieser Saison in einer Spielgemeinschaft mit Marburg. „Dabei sammelt die Mannschaft die nötige Spielpraxis, die wir im kommendem Jahr brauchen, wenn wir dann eine eigene Mannschaft stellen“, sagt Harald Ströher. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Babenhäuser am 28. Februar gegen Andernach. Trainiert wird montags und mittwochs von 18.30 bis 20.30 Uhr auf dem Sportplatz im Riemen. Wer Interesse am Rugbysport in Babenhausen hat, kann sich auf der Internetseite der Rugby-Abteilunginformieren.

Quelle: op-online.de

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