Bahnhofsvorplatz Babenhausen

Autos müssen draußen bleiben

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Der neue Bahnhofsvorplatz soll in Zukunft mehr Sicherheit für Fußgänger bieten. Es herrscht reger Betrieb auf dem neuen Bahnhofsvorplatz. Autos sollen dort aber in Zukunft nicht mehr fahren dürfen.  

Babenhausen - „Eigentlich wollten wir hier heute ein rot-weißes Band durchschneiden“, begrüßt Katharina Freckmann, Bauplanerin bei der Stadt Babenhausen, die Gäste bei der Eröffnung des neuen Bahnhofsvorplatzes. Von Sebastian Schwarz 

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Währenddessen geht draußen ein heftiger Regenschauer auf die hellgrauen Betonsteine nieder, die in den letzten neun Monaten auf dem Gelände vor dem Bahnhof verlegt worden sind. „Der Anblick gibt uns Recht, dass wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben“, freute sich Bürgermeisterin Gabi Coutandin über den Abschluss der Bauarbeiten. Schwerpunkt bei der Maßnahme sei unter anderem die Sicherheit der Passagiere und Fußgänger gewesen, erklärte die Rathauschefin. Daher dürften auf dem neuen Bahnhofsverkehrsplatz nun keine Autos mehr fahren oder parken. „Wir werden hier rigoros gegen Falschparker vorgehen“, warnte Coutandin potenzielle Parksünder. Mit Blick auf die Parkplatz-Situation verwies sie darauf, dass neben den 80 neugeschaffenen Plätzen auf dem P&R-Parkplatz Nord noch einmal 70 weitere Stellplätze dazu kämen mit der Fertigstellung des P&R-Parkplatzes Süd. Der Platz vorm Bahnhof ist jetzt also ganz für die Busse reserviert, die an den beiden dort eingerichteten, neuen Haltestellen an- und abfahren werden. Dafür wird die Haltestelle an der Hindenburgstraße in Richtung Innenstadt künftig wegfallen. Dadurch solle vermieden werden, dass die Passagiere vom Bahnhof über die vielbefahrene Bismarckstraße gehen müssten, so die Bürgermeisterin.

An zwei anthrazitfarbenen Unterständen können sich die Fahrgäste künftig unterstellen, eine elektronische Infotafel zeigt den aktuellen Fahrplan an. Seit gestern werden die beiden Haltestellen von Bussen angefahren. Entwickelt wurde die Neugestaltung des Areals vom Hösbacher Planungsbüro Focht. Wie Ingenieur Andreas Focht ausführte, habe man bei den beiden Bushaltestellen darauf geachtet, dass sie behindertengerecht seien. Die Bordsteinkanten seien dort nun so angelegt, dass ein barrierefreier Einstieg möglich ist. Den Weg vom Bahnhof zu den Wartehäuschen erleichtert indes ein Blindenleitsystem. Gekostet hat die Baumaßnahme insgesamt rund eine halbe Million Euro, wusste Katharina Freckmann. Davon seien 343.000 Euro förderungsfähig, erläuterte die Diplom-Ingenieurin. Dazu kämen zudem rund 50.000 Euro für die Planungskosten. Von diesen könnten über das Förderprogramm Stadtumbau in Hessen zirka 55 Prozent gefördert werden, sagte Freckmann. Unterm Strich hat die Stadt also rund 200.000 Euro in den neuen Bahnhofsplatz investiert.

Bahnhof endet nicht an der Bahnsteigkante

Zufrieden mit dem Projekt zeigten sich auch die beteiligten Partner. „Die Busse sind jetzt da, wo sie hingehören. Je näher Bus und Bahn zusammenkommen, desto besser“, meinte Matthias Altenhein, Geschäftführer der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA). „Das ist eine Vorzeigeanlage im Landkreis“, lautete sein Fazit. Ähnlich sah das auch Benjamin Schmidt, Bahnhofsmanager Darmstadt und Wiesbaden bei der Deutschen Bahn. „Wir sind glücklich, dass die Stadt Babenhausen erkannt hat, dass der Bahnhof nicht an der Bahnsteigkante endet“, sagte Schmidt. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten an dem neuen Bahnhofsvorplatz indes noch nicht. Bis November soll zu den grauen Steinen noch etwas Grün hinzukommen. Eine Bepflanzung mit Bäumen und Büschen, wie zum Beispiel Bodendecker-Rosen und Hainbuchen, ist vorgesehen.

An der Straße Am Bahnhof, die zu dem Platz führt, werden außerdem noch einige Feldahorn-Bäume gepflanzt, um dem Wegstück einen Alleecharakter zu verleihen.

Quelle: op-online.de

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