133 Einsätze in 2013

Feuerwehr muss öfter ausrücken

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Technische Hilfeleistungen nehmen zu, dafür gibt es weniger Brände zu löschen. Beförderungen standen bei der Versammlung auch an. Vorgenommen haben dieseStadtbrandinspektor Mario Wörner (links), Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Wehrführer Florian Sawallich. (Bild vergrößern)

Babenhausen - Über zu wenig Arbeit kann sich die Babenhäuser Feuerwehr nach wie vor nicht beklagen. Im Gegenteil: „Im Jahr 2013 musste die Einsatzabteilung 133 Mal ausrücken. Von Petra Grimm 

Das waren 22 Einsätze mehr als im Vorjahr“, sagte Wehrführer Florian Sawallich, der bei der Jahreshauptversammlung der Kernstadt-Wehr das breite Spektrum erläuterte und auf einige Einsätze exemplarisch einging. Ausrücken mussten die 64 Aktiven, darunter zwei Frauen, zu 18 Bränden, 91 technischen Hilfeleistungen, 20 Fehlalarmen und vier Dienstleistungen. Während die Brandeinsätze 2013 im Vergleich zum Vorjahr um acht Einsätze zurückgingen, stieg die Anzahl der technischen Hilfeleistungen um 25 an. Besonders oft mussten die Floriansjünger in Sachen Ölspur (21 Mal) und wegen Sturms und Hochwassers (ebenfalls 21 Mal) ausrücken. 26 Katastrophenschutzhelfer aus Babenhausen waren zudem mit weiteren Einsatzkräften aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg in Dresden, um Sandsäcke zu füllen und einen Damm zu sichern.

Neben zahlreichen Übungen und Weiterbildungsveranstaltungen investierten die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr zusätzlich 820 Stunden in die Ausbildung am neuen Teleskopgelenkmastfahrzeug, das im Oktober offiziell übergeben und in Dienst gestellt wurde. Mit dieser Neuanschaffung wurde das Vorgängerfahrzeug aus dem Jahr 1996 ersetzt. Alles in allem also leisteten die Feuerwehrangehörigen für Einsätze, Brandsicherheits- und Absperrdienste, für Ausbildung, Küchendienste und verschiedene Arbeitsdienste im Stützpunkt im vergangenen Jahr insgesamt 8.936 ehrenamtliche Stunden geleistet. „Das sind 3.075 Stunden mehr als im Berichtsjahr 2012“, sagte Sawallich, der erneut auf das Problem der Tageslarmstärke hinwies. Es gibt wie bei anderen Freiwilligen Feuerwehren auch zu wenig Aktive, die bei Einsätzen tagsüber zur Verfügung stehen.

Als Lösung schlug der Wehrführer vor, dass mehr Mitarbeiter der Stadt Dienst in der Einsatzabteilung leisten sollten. Gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Mario Wörner und Bürgermeisterin Gabi Coutandin konnte er Dominik Krawatz, Marie Malingriaux und Maximilian Wildgrube aus der Jugendfeuerwehr offiziell in die aktive Wehr übernehmen. Zudem gab es zahlreiche Beförderungen: Pia Flechsenhar zur Hauptfeuerwehrfrau, zu Hauptfeuerwehrmännern Marco Leupold, Tobias Holz, Sascha Wildgrube, Maximilian Willand und Julian Wörner. Sören Grundmann, Finn Blümler und Ralph Kasamas sind jetzt Oberfeuerwehrmänner. Zu Feuerwehrmännern wurden Tobias Münster, Heiko Kreuz, Dominic Nathan und Kevin Wörner befördert.

Unter den Gästen der Versammlung waren Vertreter der politischen Gremien und Parteien. Stadtverordnetenvorsteher Wulf Heintzenberg bedankte sich im Namen aller Fraktionen und Wählergruppen der Stadtverordnetenversammlung bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement zum Wohle der Allgemeinheit: „Sie konnten bei Ihren Einsätzen zehn Personen retten. Das heißt die zahlreichen Stunden haben sich gelohnt.“ Bürgermeisterin Gabi Coutandin dankte im Namen des Magistrats und auch persönlich. Der im Jahr 2009 vom Parlament verabschiedete Bedarfs- und Entwicklungsplan der FFW werde Schritt für Schritt umgesetzt. Nach der Anschaffung des neuen Gelenkmastes und dem Fahrzeug für den Stadtbrandinspektor im vergangenen Jahr sei für dieses Jahr der Ersatz für ein Löschfahrzeug geplant. „Das ist gut angelegtes Geld. Die Feuerwehr hat eine zentrale Rolle im Sicherheitskonzept der Stadt“, sagte Coutandin.

Quelle: op-online.de

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