Von null auf hundert

Robert Fellner als Fotograf durchgestartet

+
Der Babenhäuser Robert Fellner ist als Fotograf durchgestartet. Gearbeitet hat er mit Großen des Musik-Business.

Babenhausen - Will man Robert Fellners Werdegang beschreiben, trifft es der Ausdruck „von null auf hundert“ ziemlich gut. Denn der 20-jährige Babenhäuser hat sich in kürzester Zeit vom lustlosen Schuljungen zum internationalen Star-Fotografen gemausert. Von Katrin Görg 

Dabei war es um seine Karriere nicht besonders gut bestellt, als er die Offene Schule abbrach und mit einem Hauptschulabschluss verlies. „Ich merkte, dass ich das Schuljahr nicht schaffen würde und hatte keinen Antrieb mehr“, erinnert er sich. Seine Einstellung änderte sich, als Robert zu seinem Vater nach Nordhessen zog und den Realschulabschluss nachholte.

Fotografiert hatte er schon mit 15 Jahren: „Die Kamera meiner Mutter war immer dabei, wenn ich mit meinen Kumpels unterwegs war. Es war mir wichtig, die Momente festzuhalten, um ihnen Ewigkeit zu verleihen. Dass später einmal etwas Großes daraus werden würde, hätte ich nicht gedacht. Doch ich hatte einen Traum und setzte alles daran, ihn wahr werden zu lassen.“ Wegweisend zum Erfolg war Roberts Bekanntschaft mit einem bekannten Fußballer von Borussia Mönchengladbach. „Er nahm mich mit zu seinen Spielen, ich fotografierte und die Fotos machten bei seinen Bekannten die Runde. Ehe ich mich versah war ich als Fotograf in der ganzen Stadt bekannt.“ Den Durchbruch brachte eine auf gut Glück abgesendete Nachricht im sozialen Netzwerk Facebook: „Die RTL2-Serie ‚Berlin - Tag und Nacht’ kündigte eine Veranstaltung an. Halbherzig fragte ich, ob sie dafür noch einen Fotografen gebrauchen könnten.“ Am nächsten Tag kam eine E-Mail an, eine Zusage: „Ihnen hatten meine Bilder gefallen. Ich war außer mir vor Freude, sprang im Raum herum und konnte es kaum fassen. Es war als würde jemand Megan Fox schreiben, dass man sie heiraten will - da kann man nicht mit einer Antwort rechnen.“

Von nun an ging alles Schlag auf Schlag. Robert startete eine Ausbildung bei einem Dieburger Fotografen, machte Fotos für „Berlin - Tag und Nacht“ und drehte ein Musikvideo für die Darstellerin Charmeen Loca. „Nach einem Jahr brach ich die Ausbildung ab und machte mich selbstständig.“ Es folgte ein Videodreh mit dem US-Rapper Kaye Styles. Die Kontakte in die USA bescherten ihm die Freundschaft zu einem Neffen des Ex-Managers von Michael Jackson, der aktuell Termine für den angesagten Musiker Lucenzo koordiniert. „Er war begeistert von meinen Aufnahmen und nahm mich überall mit hin. Ich hatte die Chance mit Justin Bieber, Chris Brown und anderen Stars zu arbeiten. Ich führte ein krasses Jet-Set-Leben, war in Berlin, Frankfurt und Amerika zuhause, wohne nun aber wieder in Nordhessen.“ In Zukunft plant Robert Projekte mit großen Unternehmen. Außerdem will er auf YouTube aktiv werden: „Mit meinen Filmen will ich anderen zeigen, dass es möglich ist, mit fast nichts zu starten und trotzdem seinen Traum zu verwirklichen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare