Elisabeth Groll

Kindheit endet mit Sirenenalarm

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Zum Ostermarkt erscheint das Buch von Elisabeth Groll mit dem Untertitel „Bomben, Bunker und Buttercremetorte“

Babenhausen - "Bomben, Bunker und Buttercremetorte", so lautet der Untertitel des Buchs von Elisabeth Groll über ihre Kindheit. Das Werk erscheint zum Ostermarkt.

Während des Neujahrsbrunchs des Heimat- und Geschichtsvereins Anfang Januar hatte Elisabeth Groll bereits einige „Kostproben“ aus ihren damals noch im Entstehen begriffenen Buches vorgelesen.  Jetzt liegen die „Kindheitserinnerungen“ zwischen zwei Deckeln gebunden und mit selbstgemalten Bildern sowie historischen Familienfotos angereichert vor.

Elisabeth Groll, Jahrgang 1936, hat ihre „Kindheitserinnerungen“ mit dem Untertitel „Bomben, Bunker und Buttercremetorte“ versehen. Sie schildert die Zeit von ihrer Geburt bis zum 15. Lebensjahr, die Periode also während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Buch ist in vier Kapitel untergliedert.

Die schöne Kindheit endetet für Liesel Groll, wie sie genannt wird, 1941 mit den immer häufiger ertönenden Alarmsirenen und den Aufenthalten im hauseigenen Luftschutzkeller. „Das Chaos hoch drei“, die Zeit also, die nach dem Ende des Krieges beginnt, ist an Entbehrungen reich. Und sie schildert auch die Schulspeisungen, damit die Kinder wenigstens einmal am Tag eine warme Mahrzeit bekamen. Die Cellba, die Celluloidwarenfabrik Babenhausen mit der Puppenproduktion, kommt in dem Buch ebenfalls vor. Mutter und Vater haben für die Cellba gearbeitet. Der Stammbaum von Elisabeth Groll reicht bis ins Jahr 1648 zurück. Und in den Familienerinnerungen wird auch die Pyramideneiche am Spessart erwähnt, die 1869 zur Hochzeit von Gärtner Pilger gepflanzt wurde.

Führung durch die Stadt am Ostermarktsonntag

Die „Kindheitserinnerungen“ sind während des Ostermarktes am Stand des Heimat- und Geschichtsvereins Babenhausen in der Stadthalle erhältlich. Dort wird Elisabeth Groll auch am Sonntag zeitweise anwesend sein. Daneben führt die Buchhandlung „auslese“ in der Fahrstraße das neue Buch. Die „Kindheitserinnerungen“ kosten 22 Euro.

Mit der Vergangenheit beschäftigt sich auch eine Führung am Ostermarktsonntag. Ine Reichart nimmt ihre Gäste mit auf eine Tour zum Thema Wilde Männer, Knaggen und Nasen. Interessant ist der Rundgang nicht nur für Auswärtige, sondern auch für Einheimische, die ihre Stadt aus einem anderen Winkel kennen lernen wollen: Fachwerkhäuser aus mehreren Jahrhunderten prägen das Bild der Altstadt. Jedes hat seine Besonderheit. Mehr über diese Bauform erfahren Interessierte auf der Tour durch die alten Gassen.

Der Weg führt vom Marktplatz zu den einstigen Adelssitzen in der Amtsgasse, zum ältesten Haus der Stadt, zum Hexenturm, zur historischen Stadtmühle und zur Alten Apotheke. Ein Besuch der Stadtkirche mit ihrem mittelalterlichen Schnitzaltar steht ebenfalls auf dem Programm. Die Führung dauert eineinhalb Stunden. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am i-Punkt. Dort gibt es vor Start auch Karten für drei Euro. Der i-Punkt bietet von April bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat sowie an Märkten und Festen zusätzlich sonntags ab 14.30 eine Stadtführung an.

st

Eindrücke vom Ostermarkt 2013

Ostermarkt in Babenhausen

Quelle: op-online.de

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