Es grünt so grün

In trockenen Zeiten bereitet die Wasserhaltung auch zunehmend Sorgen

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Es grünt so grün wenn Freibads Wiesen sprießen: Der Rasen dort hält gar Einhorns Belastung stand.

Derweil das Gras im städtischen Freibad grünt und sprießt, sehen die Böden andernorts in der Stadt derzeit braun und ausgetrocknet aus. Bürgermeister Joachim Knoke freut sich ob des satten Rasens, weiß aber auch von Wasserknappheit zu berichten.

Babenhausen – „Unser Schwimmbad verfügt über einen eigenen Brunnen, das ermöglicht uns das prachtvolle Grün der Liegewiese auch in den heißen Sommern“, erklärt der Verwaltungschef. und er weiß, dass in der Stadt an der Gersprenz etliche Privatleute über eigene Brunnen oder einen Extrazähler für das Gartenwasser verfügen und sich damit ihre Gärten noch als Lebensraum bewahren – für sich selbst, Tiere und Pflanzen.

Im öffentlichen Grün wird das jedoch allein auf Grund der Distanzen schwerer. Die ersten drei Jahre nach Pflanzung kümmert sich der Bauhof nach Kräften um die neu angelegten Anlagen, danach müssen die Pflanzen selbst klarkommen. In normalen Sommern funktioniert das, die letzten beiden Sommer waren jedoch nicht normal.

Knoke erklärt: „So sind wir sehr dankbar, wenn viele Bürger bereit sind, auch das öffentliche Grün in ihrer Straße außer der Reihe des Bauhofes mit zu versorgen, dem Baum draußen vor dem Grundstück mal den Schlauch hinzulegen, damit das Mikroklima in der Straße von gesunder Baumkrone profitiert.“

Das Wasserwerk in Hergershausen hat im vergangenen Jahr 762 772 Kubikmeter Wasser an Babenhausen geliefert, insgesamt wurden 7, 63 Millionen Kubikmeter des lebensspendenden Nass’ an die am Zweckverband beteiligten Kommunen abgegeben. Die Planung für das vergangene Jahr wurde damit um 5,8 Prozent übertroffen.

Laut Bürgermeister habe dies durchaus sichtbaren Einfluss auf den Grundwasserstand und die Pegel in den Flüssen: „Dabei hat die Gersprenz derzeit vor der Stadtmühle einen niedrigen Pegel, auch um die Baumaßnahmen an der Feldchesbrücke zu ermöglichen.“

Dort seien in der vergangenen Woche die neuen Widerlager abgenommen worden, die den Brückenkörper tragen werden. Und nach der Baugenehmigung für die Fluchttreppe am Bürgerhaus Hergershausen sei nun auch die Genehmigung für die ökologische Ausgleichsfläche an der VDO-Straße eingegangen. Diese kompensiert den menschlichen Eingriff in die Natur im Gewerbegebiet „Im Riemen“.

Auch die Interims-Kita für die Kaisergärten nimmt mehr und mehr Gestalt an. Umbaupläne für das Erdgeschoss im Boarding House sind gezeichnet und in der Abstimmung mit der Bauaufsicht. Knoke berichtet: „Das vom Klima her sicher derzeit angenehmere Waldkita-Konzept wird genauso vorangebracht, wie es bei hohen Temperaturen die Bauarbeiter am Kitaneubau in der Martin-Luther-Straße mit den Betonarbeiten der Dachplatte tun.“  

von Thomas Meier

Quelle: op-online.de

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