Babenhausen durch die Linse

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„Babenhausen - Bilder zwischen Tradition und Fortschritt“ heißt der Bildband von Ute und Georg Wittenberger, den das Ehepaar im Namen des Heimat- und Geschichtsvereins herausgibt. Am Ostermarkt ist die offizielle Präsentation.

Babenhausen - Wer durch einen Fotoapparat blickt, sieht die Welt oft anders: „Gerade beim Fachwerk haben wir viel Neues entdeckt. Von Michael Just

Darunter sind Eckbalken mit symbolischen Figuren oder auch der mittelalterliche Neidkopf am Anbau des Burgmannenhauses“, erzählen Ute und Georg Wittenberger. Ein Jahr lang begab sich das Ehepaar auf „Fotosafari“. Herausgekommen ist ein Bildband über die Gersprenzstadt, der zum Ostermarkt vorgestellt wird.

„Wir hatten die Sache schon ein paar Jahre im Hinterkopf“, sagt der ehemalige Journalist. Mit ihrer Idee stoßen beide in eine Marktlücke, denn einen Bildband über Babenhausen mit aktuellen Fotos gibt es bis jetzt noch nicht. „Bisher musste man sich mit dem Stadtprospekt und historischen Bildern begnügen“, berichtet Ute Wittenberger zu dem fast überfälligen Projekt.

Kein Bild älter als ein Jahr

Für die ehrenamtliche Umsetzung im Namen des Heimat- und Geschichtsvereins, bei der der Spaß im Vordergrund stand, haben beide das Ende der Altstadtsanierung abgewartet, so dass alle Fotos die gegenwärtige Optik wiedergeben und die nächsten Jahre aktuell bleiben. „Kein Bild ist älter als ein Jahr“, hebt der Hobbyfotograf heraus, der rund 1800 Mal in allen Jahreszeiten auf den Auslöser drückte. 280 Fotos wurden in der Folge mit einem Werbegrafiker ausgesucht, um die insgesamt 140 Seiten zu füllen. Neben die Bilder wurden klassische Gedichte etwa von Heinrich Heine, Johann Wolfgang von Goethe oder Joseph von Eichendorff gesetzt, die Ute Wittenberger auswählte. Als Lyrikliebhaberin fiel ihr das alles andere als schwer.

Natürlich wurden auch die Stadtteile berücksichtigt: Sie gehen in den elf Kapiteln genauso auf wie die Kernstadt. Mit der Einteilung in Themen wie Fachwerk, Kirchen, Brunnen, Natur und Landschaft, Industrie, Verkehr, Gewerbe oder Militär fand eine sinnvolle Gliederung der ausdrucksstarken Bilder statt. „Im Prinzip hätte man das Buch doppelt so dick machen können. Die Stadt gibt viel her“, weiß Wittenberger.

Buch für 24,50 Euro erhältlich

Mit dem Werk „Babenhausen - Bilder zwischen Tradition und Fortschritt“ gibt der Heimat- und Geschichtsverein sein 41. Buch in 30 Jahren heraus, das Nichtmitglieder 24,50 Euro und Mitglieder 19 Euro kostet. Die Auflage beträgt 1000 Stück und wird am Ostermarkt zum ersten Mal zu erwerben sein. Vor allem die interessanten Blickwinkel, die Wittenberger auswählte, dürften dazu anregen, die Heimat neu zu entdecken und selbst das eine oder andere abgelichtete Kleinod in Augenschein zu nehmen.

„Es gibt Fotos, da werden selbst alte Babenhäuser überlegen müssen, an welcher Stelle das ist“, kündigt Wittenberger an. Wie er sagt, lasse man aber niemanden im Unklaren: „Wir haben natürlich überall drunter geschrieben, wo das Bild aufgenommen wurde.“

Quelle: op-online.de

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