Narzissenweg ziert fast alle Stadtteile

Gelbes Blüten-Band der Solidarität

Narzissen an der Ruh am westlichen Stadtrand von Babenhausen.
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Narzissen an der Ruh am westlichen Stadtrand von Babenhausen.

Körperliche Arbeit und bürokratischer Aufwand stecken in den blühenden Bändern, die rund um Babenhausen zurzeit bestaunt werden können.

Babenhausen – Vor fünf Jahren brachte eine Gruppe ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürgern auf der Basis des Städtebauprogramms ISEK des Landes Hessen die Idee ins Rollen, alle Stadtteile mit einem Band aus gelben Narzissen zu verbinden – als Zeichen der Solidarität aller Einwohner. In mehreren Arbeitseinsätzen über vier Jahre verteilt, verbuddelten fleißige Menschen die Blumenzwiebeln in der Erde. Der Erfolg ist alljährlich im Frühjahr zu sehen.

Bei einer rund 21 Kilometer langen Radtour lässt sich momentan das blühende Band bewundern. Beginnen kann man in irgendeinem Stadtteil, denn der Rundkurs berührt alle Orte. Folgt man dem folgenden Vorschlag, so ist man nach knapp zwei Stunden wieder am Ausgangspunkt.

Start ist am Wasserturm in der Bürgermeister-Rühl-Straße. Zwei Kilometer sind es von dort aus nach Harreshausen entlang der Allee neben der Kreisstraße. Optisch schön anzusehen ist das gelbe Band gleich hinter der Bahnbrücke. Zurück geht es den gleichen Weg oder man biegt in Harreshausen an der Kirche links ab und radelt danach hinter der Gersprenzbrücke wieder nach links und gelangt dann nach einigen Kurven auf einen asphaltierten Wirtschaftsweg nach Babenhausen – vorbei an der Joachim-Schumann-Schule und durch die Altstadt.

Narzissen blühen auch am Gersprenz-Wehr an der Konfurter Mühle.

Vorbei am Bauhof geht es über die Konfurter Mühle mit der sehenswerten Fischtreppe und dem Gersprenzwehr weiter nach Sickenhofen. Nach Verlassen des Ortes radelt man, begleitet von dem gelben Narzissenband, nach Hergershausen. Auch dort blühen ab den Bahngleisen am Radweg bis Harpertshausen die Osterglocken. Diese Reihe setzt sich fort in Richtung Langstadt bis zum Beginn des Hißlachewäldchens. Danach fehlen ebenso wie zwischen dem Ortsausgang Langstadt bis zum Beginn des Waldes in Richtung Babenhausen die hübschen Blumen. In Langstadt erklärten sich im Gegensatz zu allen anderen Stadtteilen keine Vereine oder Initiativen bereit, Arbeitskraft und Geld beizusteuern.

Entlang der Harreshäuser Allee zieht sich das Narzissenband. Im Hintergrund der Wasserturm in der Bürgermeister-Rühl-Straße. 

Auch hatte der dortige Nabu-Ortsverband moniert, dass das Ausbringen von gebietsfremden Pflanzen grundsätzlich genehmigt werden müsse. Danach wurde nach Einschaltung der Oberen Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt die Genehmigung zwar erteilt. Das ursprüngliche Ziel, alle Stadtteile symbolisch miteinander zu verbinden, bleibt dennoch unvollendet.

VON WALTER KUTSCHER

Für viele Menschen ist die Corona-Pandemie existenzbedrohend. Schausteller Helmut Fendt aus Babenhausen nennt sie eine „Katastrophe“.

Quelle: op-online.de

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