Ausrichter des Balls der Vielharmonie

Gesangverein Eintracht: Stimmgewaltiger Auftakt vor Tanz

Ein gemeinsamer Gesangsbeitrag des Frauen- und Männerchores im Gesangverein Eintracht beim 24. Ball der Vielharmonie.
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Ein gemeinsamer Gesangsbeitrag des Frauen- und Männerchores im Gesangverein Eintracht beim 24. Ball der Vielharmonie.

Mit viel Schwung und guter Laune starteten tanzbegeisterte Bürger aus Babenhausen und der ganzen Umgebung Samstagnacht wieder in ein neues Jahr. Der 24. Ball der Vielharmonie in der Stadthalle war mit 240 Gästen gut besucht.

Babenhausen – Und von außen betrachtet war auch alles wie in den Vorjahren: Die großen runden Tische waren bereits frühlingshaft mit Tulpen dekoriert, die Gäste hatten sich in schicke Abendgarderobe gehüllt, der Wirt des „Goldenen Engel“ sorgte für Speisen und die Odenwälder Kapelle „Lärmfeuer“ für abwechslungsreiche Musik.

Aber etwas Grundlegendes war doch anders beim traditionellen Sängerball, denn in diesem Jahr war der Gesangverein Eintracht alleiniger Ausrichter. Der Volkschor-Sängerbund, der die gesellschaftliche Großveranstaltung seit 1997 gemeinsam mit der Eintracht auf die Beine gestellt hatte, hat sich vor wenigen Wochen als Verein aufgelöst. So war Fritz Richter, der ehemalige Vorsitzende des Volkschors „nur noch“ als Ehrengast unter den Partygästen, wurde als solcher aber vom Eintracht-Vorsitzenden Manfred Kunkel unter dem Applaus der Gäste ins Rampenlicht geholt. Zum Dank für die „langjährige, gute Zusammenarbeit“ als gemeinsame Ballveranstalter überreichte Kunkel dem sichtlich gerührten Richter einen Geschenkkorb.

Babenhausen: Eintracht klagt nicht über Mitgliederschwund

Während der Gesangverein Eintracht mit seinem Männer-, Frauen- und Kinderchor und einem erst nach den Sommerferien gegründeten Projekt-Jugendchor nicht über Mitgliederschwund klagt, gehörten die Überalterung und die geringe Anzahl Aktiver beim Volkschor-Sängerbund zu den Gründen, ihn aufzulösen, wie Fritz Richter im Gespräch sagte: „Unter unseren offiziell 16 Sängern und Sängerinnen, waren sogar zwei 93-Jährige. Wegen unserer älteren Mitglieder tut es mir vor allem leid. Denn der Verein war ja ein wichtiger Treffpunkt für viele. Diesen sozialen Verlust versuchen wir jetzt mit einem alle vier Wochen stattfindenden Stammtisch aufzufangen.“ Als zusätzliches Problem nannte Richter, dass auch kein Ersatz für ihn als Vorsitzender gefunden werden konnte, denn er wollte dieses Amt nach vielen Jahrzehnten abgeben.

Volles Tanzparkett beim Ball in der Stadthalle, den 240 Gäste ausgiebig genießen durften.

Die schwierige Personalsituation mit Blick auf Arbeitsdienste bei Veranstaltungen habe zudem zu finanziellen Problemen geführt. „Denn wenn man keine Feste mehr ausrichten kann, kommt auch kein Geld in die Vereinskasse“, sagte er. Ein Verein habe ja auch Kosten. „Wir haben aus Mangel an jungen Mitgliedern schon beim letztjährigen Altstadtfest mit unserem Weinstand leider nicht mehr teilnehmen können.“

Als Ballveranstalter und zweite Hälfte des Organisationsteams waren die Volks-chor-Mitglieder aber all die Jahre wichtige Partner, wie Kunkel betonte: „Wir werden den Ball jetzt alleine weiterführen, wenn er gut läuft.“ Danach sah es in diesem Jahr wieder aus. „Mit über 200 Besuchern können wir zufrieden sein“, sagte Kunkel, der als weitere Ehrengäste Landrat Klaus Peter Schellhaas, Bürgermeister Joachim Knoke, Stadtverordnetenvorsteher Friedel Sahm, Christian Hofmann, den Vorsitzenden des Kreis-Chorverbandes, und dessen Geschäftsführer Edgar Roßkopf begrüßte.

Zur Balleröffnung erklang im Gegensatz zu den verschiedenen Chordarbietungen der Vorjahre nur ein gemeinsames Lied des Männer- und Frauenchores der Eintracht. Mit dem Spiritual „Good News“, dirigiert von Pavlina Georgiev, gelang ein stimmgewaltiger Auftakt. Für die traditionelle Tanzeshow zu vorgerückter Stunde war in diesem Jahr eine Gruppe der TVB-Akzeptanz engagiert worden.

VON PETRA GRIMM

Quelle: op-online.de

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