Streitthema Schwimmbad

Grüne kritisieren Vorgehen

Babenhausen - CDU, SPD und FDP haben der in der jüngst stattgefundenen Hauptausschusssitzung erarbeiteten Beschlussvorlage zum Betrieb des Freibads – unter anderem Bäderservice Kahl bleibt 2018 der Betreiber, Neuausschreibung der Betreiberdienstleistung ab 2019 und Einsetzen eines Runden Tisches – ihren Segen gegeben.

Die Grünen sprachen sich dagegen aus und erklären ihre Nein-Stimme im Ausschuss in einer Presseerklärung. Manfred Nodes, sozialpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, macht darin deutlich, dass er gegen eine Neuausschreibung ist. Er befürchtet, dass „wir am Ende eines der schönsten Bäder in der Region verlieren und im Jahr 2019 ohne einen Betreiber dastehen“. Nodes beruft sich dabei auf die Erläuterungen in der Magistratsvorlage. Demzufolge sei nach einer Neuausschreibung, so überhaupt Angebote eingehen, mit höheren Kosten zu rechnen. Außerdem sei es sehr unwahrscheinlich, für einen angedachten Betrieb in Eigenregie zur Zeit auf dem Arbeitsmarkt geeignetes Personal zu finden. Aus Sicht der Grünen wird den im Freibad Tätigen und Engagierten, allen voran dem Förderverein, eine „verlässliche Planungsgrundlage“ genommen.

Auf Bitten der Fraktionsvorsitzenden Stephan Sawallich (CDU) und Wolfgang Heil (FWB) hatten im Hauptausschuss Mitarbeiter der Stadtverwaltung Neuausschreibungsmodalitäten erläutert. Demnach müsse für eine Neuausschreibung nicht sofort der bestehende Betreibervertrag gekündigt werden. Außerdem müsse trotz Ausschreibung die Leistung nicht zwingend vergeben werden. Allerdings laufe die Stadt Gefahr, dass Anbieter der Dienstleistung Schadensersatz verlangen. Wie berichtet, soll der Runde Tisch eine Vorlage für eine Neuausschreibung erarbeiten. (nkö)

Fotos: Ferienspiele Babenhausen zu Gast im Freibad

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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