Ausdauer ist gefragt

Grundstücke für Schulsportgelände sollen noch 2018 gekauft werden

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Wo jetzt noch Ackerfläche ist, soll das Schulsportgelände entstehen: Etwa 300 Meter von den Sporthallen (links, silbernes Gebäude hinter den Bäumen) der Joachim-Schumann-Schule. Im Hintergrund ist außerdem das Neubaugebiet „Lachewiesen II“ zu sehen.

Babenhausen - Gewünscht und in der politischen Diskussion ist es seit Jahren – ein Schulsportgelände. Langsam aber sicher scheint es auf die Zielgerade zu gehen. Von Norman Körtge 

Eine Kampfbahn Typ C soll es für die Kinder und Jugendlichen der Babenhäuser Schulen werden. Hinter dieser Sportplatzbau-Kategorisierung steckt ein Großspielfeld inklusive einer 400-Meter-Kreisbogenbahn drumherum, Einzelbahnen für gerade Sprint- und Hürdenstrecken, eine Hoch-, Stabhochsprung- und Weitsprunganlage sowie Vorrichtungen für Diskus-, Hammer- und Sperrwurf sowie Kugelstoßen. Entstehen soll das Schulsportgelände in der Nähe der Joachim-Schumann-Schule mit seinen beiden Schulsporthallen und der Edward-Flanagan-Schule. Allerdings nicht wie ursprünglich geplant direkt an die Schulgelände anschließend, sondern zirka 300 Meter weiter östlich.

In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung zeigte Bürgermeister Joachim Knoke die fünf zusammenhängenden Flurstücke, die die Stadt für den Bau ankaufen möchte. 340.000 Euro sind dafür im Investitionsplan 2018 vorgesehen. Für vier dieser Fläche würden der Stadt auch bereits schriftlich die Zusage vorliegen, dass die Besitzer verkaufen möchten, von dem fünften bislang nur mündlich. Notariell beurkundet sei aber noch nichts, antwortete Knoke auf die Frage von FDP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Willand. Der riet der Verwaltung, dies möglichst schnell in die Wege zu leiten, da seiner Erfahrung als Immobilienmakler nach die schriftlichen Vereinbarung rechtlich keinen Bestand haben.

Wie Bürgermeister Knoke auf Nachfrage mitteilte, hoffe er, dass spätestens im dritten Quartal dieses Jahres die Grundstücksverkäufe vertraglich geregelt seien. Dass nicht unmittelbar an das Schulgelände angrenzend Flächen angekauft werden konnten, rechtfertigte der Verwaltungschef mit den dort aufgerufenen Preisvorstellungen.

Die CDU-Fraktion hatte das Thema „Schulsportgelände“ wieder auf die politische Agenda gehoben, nach dem sie bereits im August 2015 einen entsprechenden Antrag für die „Entwicklung eines bezahlbaren Sportgeländes in Babenhausen“ gestellt hatte. Am grundlegenden Tenor hat sich nicht viel geändert. Die Stadt Babenhausen stellt die Fläche zur Verfügung, der Landkreis Darmstadt-Dieburg baut als Schulträger dann die Sportanlage. Und dieser hat nun ebenfalls finanzielle Mittel bereitgestellt. Wie der Landkreis auf Anfrage bestätigt, sind in der Investitionsplanung für 2019 Planungskosten in Höhe von 300.000 Euro und für das Jahr 2020 750.000 Euro eingeplant. Diese Gelder müssen dann entsprechend noch in den Wirtschaftsplan für die Jahre 2019 und 2020 eingestellt werden, heißt es vonseiten des Kreises.

Bilder: Babenhausen und Stadtteile

Die im Ausschuss aufgeworfenen Fragen, ob auf der Sportanlage sanitäre Anlagen errichtet werden und wer die Erschließungskosten trage, kann auch der Kreis noch nicht beantworten: „Hierüber wurde noch nicht abschließend entschieden. Die Verhandlungen mit der Stadt Babenhausen sind noch nicht abgeschlossen.“

Mit einem eingeschränkten „Ja“ beantworte der Landkreis außerdem die Frage, ob auch Babenhäuser Vereine oder Gruppen die Sportanlage nutzen dürfen. Zu den Einschränkungen gehört, dass dies nur in den Zeiten gehe, wenn die Schulen – zu denen auch das in Laufweite befindliche Bachgau-Gymnasium sowie die Grundschule im Kirchgarten gehören – es nicht für ihre Zwecke benötigen. Konkrete Planungen lägen allerdings auch hier noch nicht vor.

Die Stadtverordneten ihrer seits werden von sich aus allerdings einer außer-schulischen Nutzung nicht zustimmen. Das sei dann Sache des Kreises. Dementsprechend ist auch der CDU-Antrag formuliert. Wie CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Stadtverordnete Heidrun Koch-Vollbracht deutlich macht, müssten ansonsten wahrscheinlich auch Parkplätze angelegt und insbesondere der Lärmschutz beachtet werden. Beides Dinge, die mit Kosten für die Stadt verbunden wären.

Quelle: op-online.de

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