Gut gewirtschaftet

Dicker Geldsegen für die Stadt Babenhausen

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Die Feldchenbrücke ist nicht mehr: Gestern am frühen Morgen wurden die in Einzelteile zersägten Betonelemente zur Seite gehoben. Der Neubau über die Gersprenz wird mit Mitteln aus der Hessenkasse finanziert.

Die Haushaltspolitik von Stadtverwaltung und Stadtverordneten trägt Früchte. Durch das Verzichten können auf Kassenkredite profitiert die Kommune nun vom Investitionsprogramm der Hessenkasse.

Babenhausen – Auf den Cent genau sind es 3 436 740,69 Euro, die Staatssekretär Thomas Metz gestern in Form von acht Förderbescheiden mit ins Babenhäuser Rathaus brachte. Es sind Mittel aus der mit 700 Millionen Euro gefüllten Hessenkasse, die das Land Hessen Kommunen für Investitionen zur Verfügung stellt. Voraussetzung: Sie müssen so gut gewirtschaftet haben, dass der städtische Haushalt ohne Kassenkredite – eine Art Dispo-Kredit – auskommt. Babenhausen hat das geschafft.

Dementsprechend dankbar zeigte sich Bürgermeister Joachim Knoke (SPD). Wegen zweier Dinge: Zum einen, weil zu dem Hessenkasse-Ursprung – Landkreisen, wie etwa Darmstadt-Dieburg (siehe Artikel auf dieser Seite), und Kommunen sollten angehäufte Kassenkredite ablösen können –, noch ein Investitionsprogramm gekommen ist. Sonst hätten sparsam wirtschaftende Städte wie Babenhausen „dumm aus der Wäsche geguckt“, so Knoke bei der kleinen Feierstunde. Zum anderen natürlich, der ganz konkrete Dank: „Sie helfen uns an dieser Stelle in besonderer Art und Weise“, sagte Knoke zu Metz und verwies auf die angespannte finanzielle Lage, die nach einer Steuerrückzahlung in Millionenhöhe zu einer Haushaltssperre geführt habe. Nun könnten Investitionen, die geschoben hätten werden müssen, doch realisiert werden.

Acht Förderbescheide überreichte Staatssekretär Thomas Metz (rechts) an Bürgermeister Joachim Knoke.

Staatssekretär Metz freute sich vor allem über die große Bandbreite an Projekten (siehe Infokasten), die nun mit den Mitteln aus der Hessenkasse zeitnah realisiert werden können. Es sei gut angelegtes Geld, dass dazu beitragen soll, dass Babenhausen eine attraktive Stadt bleibe. Dabei hob er die mit 2,5 Millionen Euro größte Einzelmaßnahme hervor: den Neubau der Kita in Hergershausen: „Was gibt es zukunftsträchtigeres als einen neuen Kindergarten zu bauen.“ Jetzt, wo die Finanzierung stehe, könne geplant werden, sagte Knoke dazu. Bis 2024 müssen alle Projekte angegangen worden sein, geben die Modalitäten vor.

Norman Körtge

Quelle: op-online.de

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