Idylle am Dorfrand

ASV Harreshausen feiert 50-jähriges Bestehen

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Das Vereinsheim des ASV Harreshausen ist mit viel Eigenleistung erbaut worden. Seit 2005 steht es direkt am See. Am Pfingstsonntag wird dort das Fischerfest gefeiert.

Wer den idyllisch gelegenen Babenhäuser Stadtteil Harreshausen von West nach Ost durchquert und ihn auf dem Stockstädter Weg, vorbei an der Mehrzweckhalle und dem Sportplatz, verlässt, der gelangt zu einem kleinen, lauschigen See.

Harreshausen –  Er ist seit nun einem halben Jahrhundert das Vereinsgewässer des Angelsportvereins (ASV) Harreshausen. Gefeiert wird das Jubiläum am Pfingstsonntag mit einem Fischerfest.

Im Mittelpunkt des Festes steht Franz Utmelleki senior. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern, die 1969 mit enormem ehrenamtlichen Einsatz aus dem für Kiesabbau genutzten See einen naturnahen See entstehen ließen. Und auch in den folgenden Jahrzehnten gehörte er zu den Triebfedern und hat maßgeblich daran mitgewirkt, dass zwischen 2003 und 2005 das Vereinsheim am See gebaut werden konnte. „Er ist auch heute für den noch jungen Vorstand eine wichtige Stütze und Vorbild in Sachen ehrenamtliches Engagement von Herzen“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Maria Farruggio. Ihm wird am Pfingstsonntag eine besondere Ehre zu teil.

35 aktive Mitglieder zählt der ASV zurzeit, der vielen jungen Babenhäuser Kindern durch die schon langjährige Teilnahme an den städtischen Ferienspielen der Stadt Babenhausen im Sommer gut bekannt ist. Das Vorstandsteam um Vorsitzenden Michael Göttsch betreibt mit kreativen Ideen – demnächst soll ein Fischhotel gebaut und im See versenkt werden –, Liebe und Sorgfalt Natur- und Landschaftsschutz. Neben dem kleinen See gehört zusätzlich ein fischreicher und schöner zirka vier Kilometer langer Abschnitt der Gersprenz, der vom Bahndamm bis zur bayrischen Grenze reicht, zum Angelrevier. Im See – etwa 100 mal 150 Meter groß – tummeln sich alle Weiß- und Edelfischarten wie zum Beispiel Hecht, Karpfen und Barsche sowie in der Gersprenz unter anderem Forellen, Döbeln und Aale. Wie der Vorstand mitteilt, versuchen die Mitglieder mit großem ideellen Engagement und Fachwissen naturnahe Strukturen in den vom Verein bewirtschafteten Gewässern zu schaffen. Mit Laichhilfen und diversen Projekten sollen einheimische Fische wie die Bachforelle wieder gestärkt werden. Dem Verein ist es wichtig, dass die Fließgewässer ein wertvoller Lebensraum einheimischer Fischarten bleiben, weil diese auch eine bedeutende Grundlage für andere Tiere sind.

Im Sommer – Mai bis September – heißt der ASV mit seinem Vereinsheim mit Biergarten und Blick auf den See Gäste willkommen. Jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr können Fußgänger und Radfahrer dort eine Rast einlegen. „Vor allem die Kleinen haben auf dem Vereinsgelände Spaß“, weiß Farruggio zu berichten und wirbt für das Fest am Pfingstsonntag: „Für Fisch-Feinschmecker gibt es die nach dem Geheimrezept eines Vereinsmitgliedes frisch geräucherten und gebackenen Forellen.“

Quelle: op-online.de

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