Bericht

Stadtverordnetenversammlung: Immobilien bringen 2,5 Millionen Euro

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Für zwei Millionen Euro verkauft die Stadt die Sophie-Kehl-Immobilien.

Gut drei Stunden saßen die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung zusammen, diskutierten und stimmten ab.

Babenhausen – Neben dem mehrheitlichen Ja zum acht-gruppigen Neubau der Kita in Hergerhausen und der Absage an den Glasfasernetzausbau (wir berichteten) standen weitere Drucksachen zur Abstimmung.

Sophie-Kehl-Weg 1-3

Der fraktionslose Adolf Breer ist seiner Linie beim Verkauf bedeutender städtischer Immobilien treu geblieben. Er stimmte als einziger Lokalpolitiker gegen den Verkauf des Anwesens Sophie-Kehl-Weg 1-3. Er bedauere sehr, dass dort bezahlbarer Wohnraum, gerade für ältere Menschen, wegfalle. Für 2,06 Millionen Euro werden die maroden Immobilien auf knapp 5 000 Quadratmetern Fläche nun an den Höchstbietenden verkauft. Das Mindestgebot lag bei einer Million Euro, insgesamt beteiligten sich neun Kaufwillige am Verfahren. Der grundsätzliche Verkauf von städtischen Immobilien war 2018 beschlossen worden, um den Haushalt zu konsolidieren.

Wie Bürgermeister Joachim Knoke auf Nachfrage berichtet, ist der Höchstbietende ein Familienunternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Wahrscheinlich werden die Gebäude abgerissen und das Grundstück neu bebaut.

Immobilien

Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten, die städtische Immobilie Bachstraße 4 in Sickenhofen – ein Sechsfamilienhaus – an den Höchstbietenden für 452 000 Euro zu verkaufen.

Nicht verkauft hingegen wird das Haus Seligenstädter Straße 23. Die am Feuerwehrstützpunkt gelegene Immobilie soll zum einen als Hausmeisterwohnung erhalten bleiben, zum anderen befinden sich auf dem Grundstück ein Brunnen und ein Ober-Flur-Hydrant. Einstimmig votierten die Abgeordneten dafür, dass das Haus in städtischer Hand bleiben soll.

Wilhelmstraße 44

Der Bebauungsplan für die Wilhelmstraße 44 ist einstimmig beschlossen worden. Dort, direkt an der Lache, möchte die die Dreger Immobiliengruppe aus Stockstadt sechs Wohneinheiten – Reihen- beziehungsweise Doppelhäuser – realisieren.

Sonnenweg

Die Stadtverordneten schlossen sich mit großer Mehrheit – bei einer Enthaltung – dem Vorschlag des Ortsbeirates Harreshausen an: Die Erschließungsstraße im Baugebiet „Südlich der Bürgermeister Hartmann-Straße“ soll den Namen Sonnenweg tragen.

Friedel-Wiesinger-Halle

Deutlich teurer als ursprünglich geschätzt wird das Erneuern der Heizungsanlage in der Sickenhöfer Friedel-Wiesinger-Halle: statt 75 000 Euro werden es knapp 118  000 Euro. Als Grund wird unter anderem die hohe Auslastung der Heizungsbaufirmen und das enge Zeitfenster genannt. Die Heizung ist wegen des Ausfalls des Kessels derzeit nicht in Betrieb, Herbst und Winter nahen. Zugleich sollen das Leitungsnetz und die Heizflächen erneuert werden. Zwar fiel der Beschluss einstimmig, CDU-Abgeordneter und Finanzausschuss-Vorsitzender Ingo Rohrwasser forderte aber angesichts der angespannten Haushaltslage, dass unbedingt kreative Ideen und Alternativen her müssten, um solche Kosten nach Möglichkeit zu minimieren.

VON NORMAN KÖRTGE

Quelle: op-online.de

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