Ein Instrument der Anerkennung

Ehrenamts-Card für nicht alltägliches Engagement in Babenhausen

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Die Ehrenamts-Card erhielten gleich eine Reihe engagierter Personen (von links): Bürgermeister Achim Knoke, Alice Sauer, Eva Sprenger, Brigitte Bassenauer, Peter Schlegel sowie Annemarie Gaßmann von der Verwaltung. 

„Sie leisten seit Jahren einen wertvollen Beitrag für das Gemeinwohl, freiwillig und ehrenamtlich. Es ist daher an der Zeit, Danke zu sagen."

Babenhausen – "So fängt das Würdigungsschreiben von Landrat Klaus Peter Schellhaas für jene an, die durch ihren vorbildlichen Einsatz die Ehrenamts-Card erhalten. In Babenhausen waren das jetzt mit Brigitte Bassenauer, Peter Schlegel, Alice Sauer, Eva Sprenger, Karen Burkholder und Stefanie Dörr gleich sechs Personen.

Bürgermeister Achim Knoke überreichte stellvertretend die E-Cards, verbunden mit dem Dankeschön der Stadt, denn die Kommunen profitieren in besonderer Weise von diesem nicht alltäglichen Engagement. Eva Sprenger ist seit Jahren in der Stadtbücherei aktiv, Brigitte Bassenauer und Peter Schlegel sind für ihren Einsatz im Reparaturcafé bekannt. Reichlich freie Zeit investiert Alice Sauer im Weltladen und im Breitensport. Wie Schlegel anführte, mache seine Aufgabe im Reparaturcafé nicht nur Spaß sondern sei auch erfüllend. „Viele Menschen verlassen dankbar und überglücklich das Café. Es ist eine Bereicherung, daran mitzuwirken“, konstatiert er.

Gemeinsam aktiv

Mit der Ehrenamts-Card hat die hessische Landesregierung unter dem Motto „Gemeinsam aktiv – Bürgerengagement in Hessen“ zusammen mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg ein modernes Instrument zur Anerkennung des Ehrenamts ins Leben gerufen. Die Inhaber bekommen für eine Vielzahl unterschiedlicher Freizeitaktivitäten landesweit Vergünstigungen. Dazu zählen beispielsweise der Eintritt in Schwimmbäder oder Museen.

Die nun Ausgezeichneten sind alle bei der Babenhäuser Ehrenamtsagentur (BEA). Diese wird von Verwaltungsmitarbeiterin Annemarie Gaßmann betreut und koordiniert. Sie hat die Qualifizierung zur Ehrenamtslotsin gemacht und steht für Fragen sowie eine Beratung zur Verfügung. Die Ausbildung zum Lotsen kann jeder absolvieren, der ein Ehrenamt ausübt oder plant, sich zum Wohle der Gesellschaft einzubringen. Die Ausbildung finanziert das Land mit einem extra dafür eingerichteten Topf. An vier Wochenenden lernt man Grundlegendes darüber, wie sich schlummernde Talente wecken lassen, auf welchem Weg Freiwillige in Vereine und Organisationen kommen oder wie kreative Ideen beziehungsweise Projekte umgesetzt werden. Über die Unfallkasse liegt für sämtliche Aktivitäten ein Versicherungsschutz vor.

Keine zeitlichen Vorgaben

„Ehrenamtliches Engagement ist eine tragende Säule für das gesellschaftliche Miteinander“, weiß Gaßmann. Dabei erinnert sie an die Babenhäuser Stadtbücherei, die ohne die Hilfe und den Einsatz von Ehrenamtlichen nicht überleben könnte. Neun bis zehn Personen kümmern sich derzeit um den Bestand sowie die Aus- und Rückgabe der Bücher. Ganz wichtig ist, dass für jegliche Tätigkeiten bei der BEA keine zeitlichen Vorgaben existieren. Der Aufwand richtet sich nach Möglichkeiten und Wünschen der Freiwilligen. Es gibt einmalige und befristete Projekte, genauso wie regelmäßige und langfristige Engagements.

Weitere Informationen erhält man jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr im Erasmus-Alberus- Haus oder bei Gaßmann auf der Stadtverwaltung, z  06073 60248. Das Land hat zum Thema Ehrenamt und Bürgerengagement die Webseite www.gemeinsam-aktiv.de eingerichtet.

Von Michael Just

Quelle: op-online.de

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