Von Babenhausen nach Bouxwiller

Babenhäuser Radler besuchen französische Partnerstadt

Die Radlergruppe vor dem Jüdisch-Elsässischen Museum in Bouxwiller, das sie besichtigt haben.

Babenhausen – Wenn man die vom TVB und dem Hergershäuser Achim Knick organisierte Radtour ins Elsass möglichst knapp zusammenfassen wollte, wäre „intensives Naturerlebnis gepaart mit herzlicher Gastfreundschaft“, die den Pedalrittern unterwegs immer wieder begegnet ist, wohl treffend. 

In vier Etappen – über Worms, Germersheim und Lichtenau – ging es auf dem Drahtesel fast 350 Kilometer bis zur Babenhäuser Partnerstadt Bouxwiller. Auf Wald- und Radwegen, darunter auch dem „Eurovelo 15“ (Rheinradweg), bewältigten die sechs Radfahrer, neben den beiden Babenhäusern Achim Knick und Manfred Nodes auch vier Darmstädter, die idyllische Strecke. „Wir sind überwiegend am Wasser entlang gefahren, ohne große Steigungen. Selbst der mit 72 Jahren älteste Teilnehmer schaffte die Tagesetappen, die in sechs oder sieben Stunden zurückgelegt wurden, souverän auch ohne E-Bike“, erzählte Knick. Das auf das Nötigste reduzierte Gepäck war in den Fahrradtaschen untergebracht. Auf Teilstrecken wurden sie von weiteren Radlern begleitet.

Von Babenhausen bis nach Bouxwiller sind es 350 Kilometer

Von der Gastfreundschaft, die ihnen entgegengebracht wurde, schwärmte Knick nach der Rückkehr. Überall in den Gemeinden im „Hanauer Land“ sei man freundlich aufgenommen worden. „Insgesamt vier Bürgermeister haben uns unterwegs begrüßt, darunter das Bouxwiller Stadtoberhaupt Alain Janus, der sich gemeinsam mit seiner Frau mit großem Engagement um uns gekümmert hat. Wir sind großzügig mit Spezialitäten der Region bewirtet worden und haben durch einen Museumsbesuch und eine Stadtführung in Bouxwiller auch Kultur und Geschichte erlebt. An diesem Programm hat auch der Hobbyhistoriker Eric Constans mitgewirkt“, so Knick. In Lichtenau, der letzten Station vor Bouxwiller, erwartete sie sogar der Mundartliedermacher Gert Birsner mit einem unterhaltsamen Auftritt.

Empfang im Bouxwiller Rathaus (von links) der Hobbyhistoriker Eric Constans, TVB-Vorsitzende Ute Teuchner, Achim Knick, Bouxwilles Bürgermeister Alain Janus, Bürgermeister Joachim Knoke und Stadtführerin Laure Lickel. Fotos: pg

Babenhausens Bürgermeister Jachim Knoke war am Dienstag mit einem vom Zweiradshop Niederhofer zur Verfügung gestellten Kleinbus, mit dem am Donnerstag auch gemeinsam die Heimreise angetreten wurde, angereist und hat die Radlergruppe bei ihrem Aufenthalt in der Partnerstadt begleitet.

Resümee positiv

Vor der Tour kannten sich die meisten der Teilnehmer nicht, so mussten sie sich auch als Team zusammenfinden. Denn immerhin war man sechs Tage, davon die ersten vier im Fahrradsattel, gemeinsam unterwegs und beinahe rund um die Uhr zusammen. „Mit der Zeit stellt man sich aufeinander ein. Es hat gut funktioniert“, sagte Knick, dessen Resümee durchweg positiv ausfällt. „Das Wetter war gut, es gab keine Verletzten oder Pannen. Wir hatten nicht mal einen Platten unterwegs“.

Und die Radfahrer bringen nicht nur schöne Erinnerungen an die Menschen der mit Babenhausen durch die gemeinsame Geschichte verbundenen Region mit. Auch besondere Erlebnisse in der Natur begeisterten, darunter die „Begegnung“ mit vier Wasserschlangen, die in einem Seitenarm des Rheins unterwegs waren. „Eine hatte sogar einen Fisch im Maul“, so Knick, für den die Erkenntnis wichtig ist, dass man gelegentlich mal seine Komfortzone verlassen und eine gewisse Enthaltsamkeit üben sollte. „Man fühlt sich wohl dabei“. Die Tour nach Bouxwiller stehe für Umweltschutz und Völkerverständigung. „Mit dem Verzicht aufs Auto und dem Radfahren im Team schafft man ein besseres Verständnis für die Umwelt, einen nachhaltigen Teamgedanken und ein länderübergreifendes Miteinander. Das ist ja für unsere gemeinsame Zukunft in Europa wichtig“.

VON PETRA GRIMM

Quelle: op-online.de

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