Stadt nimmt viel Geld in die Hand

Umbauarbeiten an der Friedel-Wiesiniger-Halle und am Bürgerhaus in Babenhausen

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Der angebaute Treppenturm am Bürgerhaus Hergershausen dient als Fluchtweg aus dem Obergeschoss.

Mehr als 360  000 Euro hat die Stadt in den vergangenen Monaten bereits in den Brandschutz der Friedel-Wiesiniger-Halle und des Bürgerhauses in Hergershausen investiert.

Babenhausen – Bekannt waren die Brandschutzmängel in der Friedel-Wiesinger-Halle (Baujahr 1971) und dem Bürgerhaus (Baujahr 1964) schon seit Jahren, als Anfang 2017 auf Drängen der Freien Wähler die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik die Reißleine zogen: Unverzüglich sind die beiden Hallen zu schließen, bis die sichere Nutzung der Objekte wieder möglich ist, lautete im Februar 2017 der Beschluss. Der Aufschrei in der Sickenhöfer und Hergershäuser Vereinswelt war groß, nutzen doch etliche Vereine die Hallen. Auch deshalb trieben die Stadtverantwortlichen eine Wiedereröffnung mit zumindest von der Personenzahl eingeschränkte Nutzung sowie die „brandschutztechnische Ertüchtigung“ voran. Für beide Hallen sind Brandschutzkonzepte erarbeitet worden, die schrittweise umgesetzt wurden und damit auch die Immobilien wieder genutzt werden konnten. Nun, bald zwei Jahr später, ergibt sich bei den Hallen ein differenziertes Bild.

Friedel-Wiesiniger-Halle

An der Friedel-Wiesinger-Halle sind eine Wand durchbrochen und eine Fluchttür eingebaut worden.

„Die Fertigstellung ist für Anfang nächsten Jahres geplant“, berichtet Bürgermeister Joachim Knoke auf Anfrage. Zirka 260 000 Euro werden dann in die Halle investiert worden sein. Mit Abstand größter Kostenfaktor war das komplette Erneuern der Elektroinstallationen einschließlich der Beleuchtung, die mit gut 115000 Euro zu Buche schlug. Am sichtbarsten ist der Einbau einer Fluchttür im Thekenraum, durch den nun ein zweiter großer Fluchtweg aus der Halle heraus führt. Zuvor gab es für das Publikum nur den Haupteingang. Ein Brand in der Garderobe wäre verheerend gewesen. Außerdem wurden Brandschutztüren eingebaut und feuerhemmende Wände, vor allem um den Elektro-Betriebsraum, eingezogen. Ebenso sind die Brandmeldeanlage und der Rauch- und Wärmeabzug erneuert worden. Nun gilt es noch die Verkleidung des Vordaches im Eingangsbereich feuerfest zu machen.

Und mitten in der laufenden Brandschutzsanierung ist vor Kurzem auch eine neue Heizungsanlage samt Heizkörpern für mehr als 100 000 Euro neu eingebaut worden. Die alte Anlage hatte nach Jahrzehnten im Dienst ihren Geist aufgegeben.

Bürgerhaus

Gut 35 000 Euro hat alleine der Fluchtreppenturm gekostet, mit dem nun ein zweiter Fluchtweg aus dem Obergeschoss des Bürgerhauses gegeben ist. Knapp 120 000 Euro sind bislang insgesamt in Sofortmaßnahmen und etwa der Brandmeldeanlage investiert worden, weitere 66 000 Euro sind bereits fest einkalkuliert. Das wird allerdings nicht das Ende der Fahnenstange sein. „In Hergershausen sind weitere Untersuchungen erforderlich“, berichtet Knoke. Unter anderem an der Lüftungsanlage. Demnach sind die Gesamtkosten noch nicht bezifferbar und auch ein Abschluss der Brandschutzsanierung nicht verlässlich zu benennen. Aus dem Bau-Fachbereich heißt es, dass man bis Mitte 2020 einen Überblick haben möchte.

Quelle: op-online.de

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