Investoren gelockt

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50 Teilnehmer aus der Immobilienbranche informierten sich über den Rahmenplan für das ehemalige Kasernengelände.

Babenhausen (akr) - Die Pläne für die nachhaltige Nutzung des ehemaligen Kasernengeländes gehen voran. Über 50 Vertreter der regionalen Immobilienwirtschaft nutzen die Gelegenheit, das ansonsten gesicherte Areal zu besichtigen.

Sie besuchten gemeinsam mit Bürgermeisterin Gabi Coutandin das 60 Hektar große Areal, um sich über den bereits im Februar letzten Jahres von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Rahmenplan zu informieren.

Dieser hatte bei dem europäischen Städtebauwettbewerb „EUROPAN 9“ den ersten Preis gewonnen und wurde bereits auf der Gewerbeimmobilienmesse EXPO Real 2011 von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert. Auf dem Militärgelände soll ein Quartier für nachhaltiges Wirtschaften, Arbeiten und Wohnen entstehen. Um eine zentrale große Grünfläche sollen ein Quartier für Gewerbe, ein Wohnquartier sowie ein Kreativquartier mit Schwerpunkten auf Kultur, Bildung und Dienstleistungen geschaffen werden.

„Jour Fixe“ bietet eine Plattform

Die Begehung des Geländes fand anlässlich des „Jour Fixe“ der südhessischen Immobilienwirtschaft statt. Die Industrie- und Handelskammern Frankfurt, Offenbach und Darmstadt bieten neun Mal pro Jahr mit ihrem „Jour Fixe“ eine Plattform für Vertreter der Immobilienwirtschaft, um branchenrelevante Themen zu diskutieren. Der Austausch mit anderen Unternehmern aus der Region ist dabei ebenfalls ein wesentlicher Faktor, denn die Immobilienbranche befindet sich in stetigem Wandel. Dr. Jürgen Schmitt, der den Koversionsprozess im Auftrag der Stadt koordiniert, gab den Teilnehmern einen Überblick über die bisherige Flächenentwicklung.

Hintergrund der Begehung: Grundstückseigentümerin, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), und die Stadt Babenhausen sind momentan auf der Suche nach Investoren für den Kauf des Kasernenareals. Aktuell läuft ein EU-weites Ausschreibungsverfahren. Erläuterungen dazu kamen von Rechtsanwalt Harald Nickel, der den Konversionsprozess juristisch und strategisch berät. Auch hier wird in Babenhausen ein besonderer Weg verfolgt: Die vertragliche Einigung zwischen dem Käufer und der Stadt über die künftige Nutzung erfolgt nicht erst nach dem Verkauf, sondern davor. Wie Nickel betonte, bietet dieser Weg optimale Planungs- und Realisierungssicherheit für die Kommune und den zukünftigen Investor.

Diskussion über Herausforderung

Sylvia Kloetzel, Leiterin des Fachbereichs Standortentwicklung der Stadt Babenhausen und Ansprechpartnerin für Interessenten und Investoren, ermunterte in ihrer Ansprache auch kleinere Unternehmen, bei Interesse an einer Ansiedlung auf dem Kasernenareal mit ihr Kontakt aufzunehmen.

Stefan Werrer und Andreas Bartels von der ARGE 711LAB/metris architekten, Heidelberg, erläuterten den Rahmenplan sowie Details zu Freiraum, Mobilität oder Energie. Die ARGE war federführend bei der Erarbeitung des Rahmenplans. Nach der Begehung blieb für die Teilnehmer noch genügend Zeit für die Diskussion mit den Projektvertretern über die Herausforderung der Entwicklung des Kasernenareals.

Quelle: op-online.de

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