Überzeugendes Konzept

Joachim-Schumann-Schule lockt am Infotag viele Interessierte an

Anschaulicher Biologie-Unterricht: Sofia zeigt anhand einer Schweinelunge, wie die Atmung auch beim Menschen funktioniert.
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Anschaulicher Biologie-Unterricht: Sofia zeigt anhand einer Schweinelunge, wie die Atmung auch beim Menschen funktioniert.

Es ist voll in der Joachim-Schuman-Schule (JSS) – und das an einem Samstag. Das Kollegium der integrierten Gesamtschule (IGS) hat Viertklässler und ihre Eltern eingeladen, sich die Schule anzuschauen.

Babenhausen – Sie sollen für ihre Entscheidung, welche weiterführende Schule ihr Kind nach den Sommerferien besuchen soll, durch Einblicke in den Unterricht, bestärkt werden. Zusätzlich informieren sich die Eltern der Schüler, die zurzeit schon in der IGS lernen, über die zu belegenden Wahlpflichtfächer, dazu gehören die Sprachen wie Französisch oder Latein, aber auch die Naturwissenschaften, Musik oder Kunst.

Sandra Hornung, Lehrerin für Mathematik und Biologie gehört zum Orga-Team für den Infotag. Die JSS hat einen weiten Einzugsbereich, neben Babenhausen gehört Schaafheim dazu, aber auch Interessenten aus dem Bayrischen oder aus Seligenstadt sind gekommen. Sieben neue Klassen werden ab Sommer wieder aufgemacht. Dabei haben die Schüler aus Babenhausen Vorrang. Sollten sich mehr Schüler anmelden, als die Schule aufnehmen kann, greift ein Auswahlverfahren.

Hornung erklärt das Prinzip der integrierten Gesamtschule. Die Schüler bleiben von der fünften bis zur zehnten Klasse im Klassenverband zusammen. Es wird zwar in einigen Fächern, in den sogenannten Hauptfächern, noch einmal nach Leistungsvermögen differenziert, aber in einigen Fächern lernen die Schüler sechs Jahren lang zusammen. Die stellvertretende Schulleiterin Ursula Pullmann ist begeistert von dem System. Es erlaube den Schülern, auch mal einen Durchhänger zu haben. Beispiel: Habe ein Kind auf dem Gymnasium ein Tief, bleibe es sitzen und muss unter Umständen die Schule verlassen. Pullmann schwärmt auch von dem sozialen Miteinander, wo stärkere und schwächere Schüler voneinander lernen können und sich gegenseitig helfen. „Wir sind überzeugt von unserem Konzept“, sagt Hornung mit Nachdruck.

Heike Vogel, Biologielehrerin zeigt mit den drei Schülerinnen Alisha, Joana und Sofia aus der zehnten Klasse, wie der Blutkreislauf und die Atmung funktionieren. Alisha und Joana stehen vor einer Powerpoint-Folie und erklären anhand dieser den Weg, den das Blut durch Herz und Lunge nimmt. Bei Sofia geht es handfester zu. Lehrerin Vogel hat beim Metzger zwei zusammenhängende Lungenflügel und ein Herz vom Schwein besorgt – und Sofia kann mithilfe einer Pumpe zeigen, wie sich die Lungenflügel bei Luftzufuhr weiten.

Silke Boll kommt aus Schaafheim, ihr Sohn besucht zurzeit die Lindenfeldschule. „Mein Sohn hat sich die Eichwaldschule angeschaut, aber die gefällt ihm nicht und er will da nicht hin“, sagt Boll. Eine weitere Option wäre für die Schaafheimerin und ihren Sohn noch das Max-Planck-Gymnasium in Groß-Umstadt. Franziska Heng kommt aus Seligenstadt. Sie hatte eine Empfehlung der Lehrerin ihres Sohnes Raphael, weil die Kinder in der IGS mehr Zeit hätten, sich zu entwickeln. Raphael gefällt die IGS gut: „Ich würde gerne hierher gehen.“

Anja Walz kommt aus Hergershausen. „Mein Kind tendiert hierher, aber wir gucken uns auch noch die Goetheschule in Dieburg an. Da sind die sprachlichen Angebote besser als hier. Es gibt dort auch noch Spanisch und Chinesisch.“

Henning Weegmann wohnt ebenfalls in Hergershausen. Seine Tochter Viktoria besucht schon die IGS. „Wir haben uns vor zwei Jahren aufgrund von Empfehlungen und des Infotages entschieden, unsere Tochter hierher zu schicken“, erzählt er. Bereut haben sie die Entscheidung nicht. Auch die jüngere Tochter soll nach den Sommerferien auf die IGS. Der Vater ist von dem Konzept der Schule überzeugt. Er findet gut, dass die Kinder zu Hause keine Hausaufgaben mehr machen müssen, weil die schon in der Schule unter Anleitung erledigt werden. So könne die Tochter, wenn sie nach Hause kommt, sich einfach ihren Hobbys widmen.

zba

Quelle: op-online.de

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