Magistrat braucht mehr Zeit

Keine Neuausschreibung für Freibad geplant

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Eine Poolparty mit Animation und vielen Schwimmtieren steigt am Freitag, 4. August, wieder im Freibad. Zu Gast sein werden dann auch die Kinder der städtischen Ferienspiele.

Babenhausen - Das Freibad soll kostengünstiger betrieben und der städtische Zuschuss reduziert werden. So lautet der Beschluss aus dem Stadtparlament. Dazu gehörte auch eine Neuausschreibung für den Betrieb. Diese soll nun aber auf Eis gelegt werden. Von Norman Körtge 

Leicht bewölkt und bis zu 27 Grad – der heutige Samstag verspricht laut Wettervorhersage ein idealer Schwimmbadtag zu werden. Und es kann ein langer Tag sein, denn der Förderverein lädt zum zweiten Mal zum Nachtschwimmen ein. Bis 23 Uhr können Bahnen entlang des ehemaligen Küstenmotorschiffs „Jenny“ geschwommen und in den Becken geplanscht werden. Dazu gibt es Live-Musik von der Band „Backroots-Two“. Bleibt zu hoffen, dass die gebietsweise angekündigten Gewitter einen Bogen um Babenhausen machen.

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Keine Einigung beim Freibad

Ob es beim Thema „Freibad“ in der für Donnerstag, 31. August, geplanten nächsten Stadtverordnetenversammlung ein Donnergrollen gibt, bleibt ebenfalls abzuwarten. Denn voraussichtlich wird dort eine Magistratsvorlage zur Abstimmung stehen, die die im vergangenen Jahr beschlossene Ausschreibung des Schwimmbadbetriebes erst einmal aus Eis legt. Wie Bürgermeister Joachim Knoke auf Anfrage mitteilt, sei der Magistrat nach der Vorlage vieler Informationen und Fakten zu dem Schluss gekommen, dass das Schwimmbad zu den jetzigen Konditionen nicht günstiger betrieben werden könne, wie es vom Bäderservice Kahl getan werde. Einsparungen könnten nach derzeitigem Stand nur mit verkürzten Öffnungszeiten realisiert werden. Allerdings gebe es die ein oder andere, noch nicht spruchreife Idee, deren Umsetzung allerdings Zeit brauche. Nicht zuletzt wolle man die „ehrenamtliche Power“, die der gegründete Förderverein entfacht habe, unbedingt erhalten, begründet Knoke.

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Zur Erinnerung: Zuletzt betrug der städtische Zuschuss für das Freibad 650.000 Euro. Die Stadtverordnetenversammlung hatte beschlossen, diesen um 150.000 Euro zu reduzieren. Unter anderem mit zu Beginn der Badesaison erhöhten Eintrittspreisen.

Diese haben offensichtlich zu nicht weniger Badegästen geführt, wie Betriebsleiterin Dalila Kahl berichtet: „Die Leute wissen, dass sie damit ihren Beitrag zum Erhalt des Schwimmbades leisten.“ Nachdem sie sich im vergangenen Jahr ob der Diskussion über ein neues Betreibermodell beziehungsweise Neuausschreibung des Schwimmbadbetriebs überrumpelt gefühlt hatte, blickt sie nun mit einer gewissen Gelassenheit auf die kommenden politischen Debatten. „Wir sind gut aufgestellt und haben für uns Vorbereitungen getroffen“, sagt Kahl. Sie sei lediglich gespannt, was – wenn es denn überhaupt eine gibt – in der Ausschreibung stehen wird. Kahl begrüßt jedenfalls die Abschaffung des noch im vergangenen Jahr angebotenen Happy-Hour-Tarifs ab 17 Uhr. Sie und ihre Mitarbeiter hätten beispielsweise den Vormittags- und Mittagsschwimmern nie erklären können, warum diesen den vollen Preis zahlen sollen, diejenigen, die abends zum Schwimmen kommen, aber begünstigt werden.

Besichtigung der Schwimmbad-Baustelle

Quelle: op-online.de

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