Kaserne: Grundsatzbeschluss für Kindertagesstätte steht

Kreis hat Interesse an Sporthalle

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Die Sporthalle auf dem Kasernengelände könnte in den Besitz des Landkreises übergehen. Auf der direkt angrenzenden Fläche wäre auch genügend Platz für die Grundschule.

Babenhausen – Es war CDU-Politiker Ingo Rohrwasser, dem es, ob des gerade im Kasernenkonversion-Ausschuss Gehörten, nicht die Sprache verschlug, sondern der noch mit leichter Skepsis in der Stimme nachfragte: „Habe ich das richtig verstanden, dass der Landkreis eventuell die Sporthalle übernehmen würde?“ Von Norman Körtge 

Und als die Kasernen-Investoren Markus und Kevin Aumann das zuvor in ihrem Sachstandsbericht Ausgeführte bejahten, war bei Rohrwasser von Skepsis keine Spur mehr: „Das ist eine tolle Nachricht."

Vor allem ist es eine, die Druck von den Stadtverordneten nimmt. Denn diese hätten demnächst entscheiden müssen, ob die Stadt Grundstück und Halle kostenlos von der Kasernenkonversionsgesellschaft übernehmen soll. Eine entsprechende Option steht im Kooperationsvertrag. Die Lokalpolitiker befürchteten aber hohe Sanierungs- und Folgekosten. In einem in Auftrag gegebenen Gutachten wird die Summe von 80.0 000 Euro für Lüftung, Heizung und sanitäre Anlage genannt. Von Anfang an war zwar auch der der Landkreis als Schulträger wegen der Notwendigkeit einer Halle für den Sportunterricht im Gespräch, aber dass dieser sich nun grundsätzlich vorstellen kann, die Halle zu übernehmen – und außerhalb der Schulzeiten womöglich auch Vereinen zur Verfügung zu stellen – war die Nachricht schlechthin in der jüngsten Kasernen-Ausschusssitzung.

Die Sporthalle im Süden des Kreativquartiers macht für den Landkreis vor allem auch deshalb Sinn, da sie direkt daneben die geplante Grundschule errichten könnte. Platz wäre da. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt sich auf Nachfrage noch gewohnt zurückhaltend: Gespräche mit der Stadt und den Investoren haben stattgefunden und die Halle wurde bereits besichtigt. „Grundsätzlich können wir uns als Landkreis eine Übernahme der Halle vorstellen und könnten auch in diesem Bereich des Geländes noch zusätzlich das notwendige schulische Angebot abbilden“, heißt es vonseiten der Pressestelle.

Mit dem „notwendigen schulischen Angebot“ ist der Neubau einer Grundschule geplant. „Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen, insbesondere müssen hierzu auch noch die erforderlichen Gremienbeschlüsse vorliegen“, heißt es weiter. Daher gibt es noch keine konkreten Planungen, „sondern lediglich Studien, ob die notwendigen schulischen Flächen entsprechend unserer Leitlinien auf den angebotenen Flächen abgebildet werden können“.

In Sachen Kasernen-Kita scheint hingegen eine Entscheidung festzustehen. Einstimmig empfahl der Kasernenausschuss der heute Abend tagenden Stadtverordnetenversammlung, die Entwicklungsgesellschaft grundsätzlich mit den Planungen für eine acht- bis zwölfgruppige Kindertagesstätte zu beauftragen. Wie berichtet, soll diese in der ehemaligen Grundschule auf dem Kasernenareal entstehen. Bau-Fachbereichsleiter Christian Heinemann sowie Finanz-Fachfrau Corinna Pirang hatten zuvor mit – wie von den Stadtverordneten gefordert – viel Zahlenmaterial verschiedene Optionen aufbereitet.

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Zum einen wurden Varianten zum bislang favorisierten Mietmodell – die Stadt mietet die Kitaräume für zehn Euro pro Quadratemeter an – vorgestellt. Dazu gehören unter anderem der Kauf des Grundstücks und des nicht renovierten Gebäudes sowie der Kauf des durch die Investoren sanierten Gebäudes. Ausschussvorsitzender Günther Eckert bat zu prüfen, inwiefern Fördergelder in Anspruch genommen werden könnten, unter anderem die Hessenkasse. Indes haben die Kaserneninvestoren signalisiert, dass sie bereit wären, eine Kindertagesstätte für zehn Gruppen fertig zu stellen, von denen die Stadt zunächst nur den Bedarf für sieben Gruppenräume anmieten müsste. Für eine Erweiterung auf zwölf Gruppen müsste der eingeschossige Anbau hinzugenommen werden.

Quelle: op-online.de

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