Müll und Vandalismus

Müll, wohin das Auge blickt...

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Da mag auch Hund Armani nicht hinsehen: Vandalen haben den Verteilerkasten an der Pferdekoppel „In den Rödern“ demoliert.

Babenhausen - Die tägliche Gassirunde mit Hund Armani ist eigentlich eine feine Sache: Frische Luft, Bewegung und Entspannung verheißt die Tour. Allerdings wird die Runde für Helmut Mewes zunehmend zum Ärgernis. Von Stefan Scharkopf 

Immer öfter wird der Babenhäuser Vandalismusschäden und wilden Müllablagerungen gewahr. So wurde dieser Tage der Stromkasten an der künftigen Koppel für die Przewalski-Pferde auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz völlig demoliert. Zudem wird in unmittelbarer Nähe die Zufahrt zum Truppenübungsplatz an der Straße nach Schaafheim als Müllkippe für Flaschen und anderes Zeug missbraucht. Mewes schlägt vor, dass die Stadt Verbotsschilder aufstellt und die dort vorhandene Schranke um 20 Meter vorversetzt, so dass keine Autos mehr parken können, aus denen dann der Dreck abgekippt wird.

Ebenso werden die Zufahrt und der Parkplatz bei der Skaterbahn – von dort gelangt man ebenfalls zum Truppenübungsplatz – von Müllsündern heimgesucht; vom Fahrgestell eines Wohnwagens, der schon mindestens ein Jahr dort steht, Paketen von Werbeprospekten bis zum Sperrmüllhaufen findet man dort so einiges.

Bekannte Probleme

Probleme, die das Ordnungsamt der Stadt nur zu gut kennt. „Leider müssen sich die Verwaltung, insbesondere das Ordnungsamt und der Bauhof, sowie ordnungsliebende Bürger immer wieder ansehen, wie Müllsünder und rücksichtslose Menschen unser aller Stadtbild verschandeln“, sagt Ordnungsamtsleiter Heiko Duda.

Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass an irgendeinem Wald- oder Feldweg abgelagerte Müllsäcke oder Verpackungsmaterialien entdeckt werden. Oft werden auch ganze Ladungen Sperrmüll einfach in der Öffentlichkeit bzw. in der Flur- und Feldgemarkung oder an Straßenrändern entsorgt. Auch Sondermüll wie Bitumen und Eternit sind im Wald keine Seltenheit. Höhepunkte der illegalen Müllentsorgung setzen dann wohl unseriöse Bau- bzw. Containerunternehmen, die dann ganze Containerfüllungen mit gemischtem Bauschrott in der Natur abkippen. Hier wäre es ratsam, wenn sich Bauherren und Wohnungsrenovierer gut über die Entsorgung und den endgültigen Verbleib ihres Unrates informieren und sich Bescheinigungen und Quittungen entsprechend vorlegen lassen, rät Duda. „Generell wäre es zu begrüßen, wenn sich alle Bürger aufmerksam zeigen und lieber zweimal hinschauen als wegzusehen. Vielleicht lässt sich dadurch dann doch das ein oder andere Umweltdelikt aufklären und ahnden oder – noch besser – verhindern“, so der Ordnungsamtsleiter.

Wilder Müll

Ein weiteres Problem stellen auch die von der Stadt eingerichteten Recyclingplätze dar. Auch hier wird zunehmend wilder Müll jeglicher Art abgestellt oder hingekippt. Dass die unsachgemäße Nutzung der Recyclingplätze auch eine wilde Müllablagerung ist und ein mit Geldbuße zu ahnender Verstoß gegen das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz ist, scheint vielen Bürgern nicht bewusst zu sein.

An fast allen Recyclingplätzen wird den Bürgern die Möglichkeit geboten, Altglas, Weißblech und Altkleider (in Säcken verpackt) sowie Altbatterien (keine Autobatterien) zu entsorgen. An wenigen Recyclingplätzen sind aus Kapazitätsgründen nicht alle Möglichkeiten geboten, aber dann ist der nächste Standort nicht allzu weit entfernt.

Duda weißt daraufhin, dass das, was nicht durch die Einwurf-Öffnungen der Container passt, da auch nicht reingehört – und auch nicht davor. Flachglas (Aquarien, Fenster etc.) kann zu den bekannten Öffnungszeiten gegen geringe Gebühr beim Recyclinghof am Bauhof abgegeben werden. Im Falle, dass Container überfüllt sind, ist das abzugebende „Leergut“ dann wieder mit nach Hause zu nehmen oder an einem anderen Recyclingplatz einzuwerfen. Weißblechdosen können auch im Gelben Sack entsorgt werden.

Engpässe müssen hingenommen werden

Wie Duda sagt, steht die Stadt mit ihren Vertragspartnern in regem Kontakt. Diese seien stets bemüht, die Leerungen der Container in der vorgesehenen Regelmäßigkeit durchzuführen. Bei Bedarf werden auf Anforderung auch Sondertouren gefahren.

Dass es bei besonderen Anlässen, wie etwa nach Weihnachten und Silvester zu Engpässen kommen kann, müsse dann wohl auch mal hingenommen werden. Schließlich sei Babenhausen nicht die einzige Kommune, die angedient wird.

Als Maßnahme gegen Müllsünder prüft die Stadt das Aufstellen von Schildern sowie die bessere Beleuchtung von Containerplätzen. Angedacht ist auch eine Überwachung per Kamera. Vor allem aber setzt das Ordnungsamt auf eines: Aufklärung. Denn die Entsorgung illegalen Mülls trägt der Steuerzahler.

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Quelle: op-online.de

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